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Konstruktionsfehler an russischen Panzern

Von Feierabend-Mitglied Donnerstag 19.05.2022, 10:03 – geändert Donnerstag 19.05.2022, 10:05

Davon abgesehen, dass jeder Soldat, der in einem solchen Panzer in den Krieg geschickt wird, davon ausgehen muss, dass er nicht sicher sein kann gesund oder überhaupt noch nach Hause zu kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass es zumindest einem Teil der Panzerfahrer bekannt ist, dass die Panzer einen Konstruktionsfehler haben, der die Wahrscheinlichkeit signifikant erhöht, den Einsatz nicht zu überleben. Und dennoch müssen sie dem Befehl gehorchen.

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"Aus dem Ukraine-Krieg erreichen uns hunderte Bilder gesprengter russischer Panzer. Die hohen Verluste liegen wohl an einem fatalen Konstruktionsfehler.

Moskau – Der Angriffskrieg gegen die Ukraine hat so manche Unzulänglichkeit der russischen Streitkräfte aufgedeckt. Ungeachtet von taktischen Aspekten hat ein stets wiederkehrendes Merkmal russischer Panzer für Aufsehen gesorgt. Im Kampf zerstörte Panzer scheinen fast immer den Deckel samt Kanone zu missen. Das hat seinen Grund in der Bauweise der Panzer.

Das Problem liegt in der Art und Weise, wie die Munition in den Panzern gelagert wird. Im Gegensatz zu modernen westlichen Panzern tragen russische Panzer mehrere Geschosse in ihren Türmen. Das macht sie verwundbar, denn schon ein indirekter Treffer kann eine Kettenreaktion auslösen, die den gesamten Munitionsvorrat des Panzers (bis zu 40 Geschosse) zu Explosion bringt.

US-Sicherheitsberater: „Was wir bei den russischen Panzern beobachten (…) ist ein Produktionfehler“
Dabei entsteht eine Schockwelle, die ausreichen kann, um den Turm des Panzers so hoch wie ein zweistöckiges Gebäude zu sprengen. Dies kann auf Videos in den Sozialen-Medien vielfach beobachtet werden.

„Was wir bei den russischen Panzern beobachten können, ist ein Konstruktionsfehler“, sagte Sam Bendett, Berater für Russlandstudien am Center for a New American Security. „Bei einem erfolgreichen Treffer (…) entzündet sich die Munition schnell und es kommt zu einer gewaltigen Explosion, und der Turm wird buchstäblich weggesprengt.“

Ukraine-Krieg: Panzer aus Russland haben eingebaute Schwachstelle
Dieser Fehler bedeutet für die Besatzung des Panzers – in der Regel zwei Soldaten im Turm und ein dritter am Steuer – dass sie leichte Beute ist, sagte Nicholas Drummond, ein auf Landkriegsführung spezialisierter Analyst und ehemaliger Offizier der britischen Armee. „Wenn man nicht innerhalb der ersten Sekunde aussteigt, ist man erledigt“.

Laut Drummond ist explodierende Munition ein Problem bei fast allen gepanzerten Fahrzeugen, die Russland im Ukraine-Konflikt einsetzt. Er nannte den Schützenpanzer BMD-4 als Beispiel. Dieser in der Regel mit einer Besatzung von bis zu drei Soldaten operierende Schützenpanzer kann noch fünf weitere Soldaten aufnehmen. Laut Drummond sei der BMD-4 ein „mobiler Sarg“, der bei einem Raketentreffer „einfach zerfetzt“ würde.


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