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Konjunktur im Leerlauf

Von Harvey11 Dienstag 21.10.2025, 10:14

Deutsche Wirtschaft auch im dritten Quartal ohne Aufwind. Bundesbank rechnet mit Stagnation.

»Hallo, Verbraucher! Kannst du es spüren? Einkaufen wird billiger – also vielleicht; und wenn überhaupt, dann auch nicht so bald. Aber freuen darfst du dich trotzdem, auf Verdacht. Am Montag vermeldete das Statistische Bundesamt einen Rückgang bei den Erzeugerpreisen. Zuletzt lagen diese um 1,7 Prozent unter dem Niveau vom September 2024, gegenüber August zeigte sich ein Minus von 0,1 Prozent.

Vor allem Energie ist demnach günstiger geworden: im Jahresvergleich 7,3 Prozent, Strom und Erdgas sogar jeweils rund zehn Prozent. Das wären »potentiell gute Nachrichten«, schrieb das Handelsblatt. Denn was die Hersteller produzieren, landet danach im Groß- und Einzelhandel und später auf dem Teller der Bürger, als Butter, Käse und Wurst. Die Statistik sei deshalb »ein früher Signalgeber für die allgemeine Inflation«, befand die Wirtschaftszeitung.

Oder auch nicht. Noch vor einer Woche hatte das Bundesamt eine seit zwei Monaten steigende Teuerungsrate vermeldet. 2,4 Prozent kostete das Leben im September mehr als ein Jahr davor. Dabei sind doch die Fertigungspreise zwischen August 2024 und August 2025 um 2,2 Prozent gesunken. Warum macht sich das nicht an der Ladenkasse bemerkbar?........«

Viele Frage, viele Antworten, besonders widersprüchliche.
Wöchentlich fordert da jemand zum Jubel auf, während ein anderer die Stimmung dämpft.
Da hilft nur der Blick auf die eigene Situation. Die kann auch von diesen Qualitätsmedien schöngeredet werden.
Jetzt benutzt man schon die Sprache der Kirchen. Es wird für alle besser, der Russe kommt wirklich, ihr müsst uns nur glauben. Nur muss man bei den Kirchen, um das Paradies zu erleben, erst einmal sterben.
Das klingt schon sehr nach Verzweiflung.

»Ach ja: Das nominale – also nicht preisbereinigte – BIP hat das Bundeswirtschaftsministerium schon für dieses Jahr von zwei Prozent auf drei Prozent hochtaxiert, für 2026 auf 3,9 und für 2027 auf 3,7 Prozent. Offenbar geht man davon aus, dass die schuldenfinanzierten Ausgabenprogramme zu enormen Preiserhöhungen führen werden, insbesondere bei Bauleistungen und Rüstungsgütern. Was Rheinmetall freut, wird die Verbraucher einmal mehr teuer zu stehen kommen.«
Na dann.....


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