Von ehemaliges Mitglied
Dienstag 03.05.2022, 21:11
In einer Antwort auf den Offenen Brief deutscher Prominenter an Bundeskanzler Olaf Scholz hat Wladimir Klitschko eine Kapitulation der Ukraine rundweg abgelehnt. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt Klitschko, "wir werden unsere Identität nicht aufgeben, um den mörderischen Wahnsinn und die überholten Träume eines Diktators zu besänftigen. Und schon gar nicht, um einigen "Intellektuellen" zu gefallen, die den Sinn für die Realität und die Vernunft verloren zu haben scheinen".
Ohne einzelne Unterzeichner beim Namen zu nennen, wandte sich Klitschko gegen den pazifistischen Grundtenor des Briefs: "Blinder Pazifismus ist genauso gefährlich wie glückselige Kriegstreiberei." Die sogenannten Pazifisten wollten gestern wie heute den Frieden um jeden Preis, schrieb er. "Frieden um jeden Preis, aber um welchen Preis? Unsere Freiheit? Unsere Identität? Unsere Integrität? Das absolut Gute ist nicht der Frieden, sondern die Freiheit und die Gerechtigkeit. Und um sie zu verteidigen, muss man kämpfen."
Den Verfassern teilte der Bruder des Kiewer Bürgermeisters mit, was der Ukraine im Angesicht der russischen Aggression eine Hilfe sei und was nicht: "Wir brauchen keine abstrakten Moralpredigten, sondern konkrete Unterstützung in Form von Medikamenten, Materialien und Waffen. Wir brauchen keine feigen Briefe, die den Opfern Schuldgefühle einreden, sondern mutige Briefe, die die russische Barbarei anprangern und zum Boykott von russischem Öl, Gas und Kohle aufrufen.
Während sein Land die Kriegsverbrechen im Kiewer Vorort aufkläre, weitere Gräueltaten befürchte und die russische Offensive im Osten abwehre, beschreibe der Brief den ukrainischen Widerstand als Kriegstreiberei, die eine Provokation des russischen Präsidenten darstelle. Dies sei "völliger Unsinn". "Für das russische imperialistische Regime ist schon unsere Existenz eine Provokation, weil wir eine Demokratie sind."
Auch die Ukraine wolle Frieden. Sie wolle ihr altes Leben zurück. Und sie wolle nach vorne blicken in Freiheit und Wohlstand. "Die einzige Möglichkeit, diesen Krieg zu beenden, besteht darin, Putins Russland zu zeigen, dass die ganze Welt diese Aggression ablehnt und die Einnahmequellen, die diesen blutigen Krieg finanzieren, versiegen zu lassen, schrieb Klitschko am Ende seines Gastbeitrags in der FAZ. Die Ukraine "weiß, dass sie auf das deutsche Volk, ihr Brudervolk, zählen kann".
In einer Antwort auf den Offenen Brief deutscher Prominenter an Bundeskanzler Olaf Scholz hat Wladimir Klitschko eine Kapitulation der Ukraine rundweg abgelehnt. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt Klitschko, "wir werden unsere Identität nicht aufgeben, um den mörderischen Wahnsinn und die überholten Träume eines Diktators zu besänftigen. Und schon gar nicht, um einigen "Intellektuellen" zu gefallen, die den Sinn für die Realität und die Vernunft verloren zu haben scheinen".
Ohne einzelne Unterzeichner beim Namen zu nennen, wandte sich Klitschko gegen den pazifistischen Grundtenor des Briefs: "Blinder Pazifismus ist genauso gefährlich wie glückselige Kriegstreiberei." Die sogenannten Pazifisten wollten gestern wie heute den Frieden um jeden Preis, schrieb er. "Frieden um jeden Preis, aber um welchen Preis? Unsere Freiheit? Unsere Identität? Unsere Integrität? Das absolut Gute ist nicht der Frieden, sondern die Freiheit und die Gerechtigkeit. Und um sie zu verteidigen, muss man kämpfen."
Den Verfassern teilte der Bruder des Kiewer Bürgermeisters mit, was der Ukraine im Angesicht der russischen Aggression eine Hilfe sei und was nicht: "Wir brauchen keine abstrakten Moralpredigten, sondern konkrete Unterstützung in Form von Medikamenten, Materialien und Waffen. Wir brauchen keine feigen Briefe, die den Opfern Schuldgefühle einreden, sondern mutige Briefe, die die russische Barbarei anprangern und zum Boykott von russischem Öl, Gas und Kohle aufrufen.
Während sein Land die Kriegsverbrechen im Kiewer Vorort aufkläre, weitere Gräueltaten befürchte und die russische Offensive im Osten abwehre, beschreibe der Brief den ukrainischen Widerstand als Kriegstreiberei, die eine Provokation des russischen Präsidenten darstelle. Dies sei "völliger Unsinn". "Für das russische imperialistische Regime ist schon unsere Existenz eine Provokation, weil wir eine Demokratie sind."
Auch die Ukraine wolle Frieden. Sie wolle ihr altes Leben zurück. Und sie wolle nach vorne blicken in Freiheit und Wohlstand. "Die einzige Möglichkeit, diesen Krieg zu beenden, besteht darin, Putins Russland zu zeigen, dass die ganze Welt diese Aggression ablehnt und die Einnahmequellen, die diesen blutigen Krieg finanzieren, versiegen zu lassen, schrieb Klitschko am Ende seines Gastbeitrags in der FAZ. Die Ukraine "weiß, dass sie auf das deutsche Volk, ihr Brudervolk, zählen kann".
Quelle: ntv.de, mau