Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

10 7

Kleine Unterhaltung heute mit einer Angestellten

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 08.02.2023, 16:53 – geändert Mittwoch 08.02.2023, 16:59

im Lebensmittelladen über die Qualität der Nahrungsmittel. Dass Insekten in Lebensmitteln hineingemischt werden, ist nichts Neues. Als Asien- und Afrikareisender ist man Ungewöhnliches in der Küche gewohnt.

Etwas überrascht hatte mich die Vielzahl der Produkte, die die Verkäuferin nannte. So besteht der Zusatzstoff E 120, das sogenannte "rote Karmin" aus ausgekochten und zerquetschten Scharlachschildläusen und wird unter anderem verwendet in

Müller "Müllermilch Kirsch-Banane"
Trolli "Saure Glühwürmchen"
Mentos: Kaugummi "Full Fruit"
Kinder "Riegel Mini"
Kinder "Pinguin Schoko-Schnitte Karamel"
m&m's "Crisp"
Ehrmann "Obstgarten Erdbeere", "Obstgarten Himbeere", "Obstgarten Heidelbeere", "Obstgarten Rote und Schwarze Johannisbeere"
Chupa Chups: Lollipops "Do you love me?"

Die harzartigen Ausscheidungen der Gummilackschildlaus, auch E 904 genannt wird gerne als Überzug von Schokolade, Nüssen, Kaffeebohnen oder Süßigkeiten verwendet. In diesen Produkten findet sich der Zusatzstoff wieder:

Ferrero "Kinder Schoko Bons"
Mentos: Kaugummi "Pure White"
Milka "Bunte Kakaolinsen"

In diesen Lebensmitteln werden künftig Insekten enthalten sein

Mit der neuen Verordnung sind der Verwendung von Insekten nun aber nahezu keine Grenzen mehr gesetzt sein und man kann sie demnächst in allerhand Lebensmitteln finden. Vor allem in:

Backwaren
Bierähnlichen Getränken
Crackern und Brotstangen
Getreideriegeln
Teigwaren (trocken)
Soßen
Kartoffelerzeugnissen
Gerichten auf Basis von Hülsenfrüchten
Fleischalternativen
Suppen und Suppenkonzentraten oder -pulver
Snacks auf Maismehlbasis
Schokoladenerzeugnissen
Nüssen und Ölsaaten

Besonders gekennzeichnet müssen die Produkte allerdings nicht sein. Es wird sich kein gesondertes, gut erkennbares Zeichen auf der Verpackung befinden. Lediglich in der Zutatenliste muss auf Deutsch und Latein die Bezeichnung des jeweiligen Insekts zu erkennen sein.

Süss fand ich den Wikipedia-Kommentar zu E120:

"Es sind mehrere Fälle von Allergien gegen den Farbstoff dokumentiert, angefangen von leichter Nesselsucht bis zum anaphylaktischen Schock. Karmin kann beim Einatmen Asthma verursachen. Es wird von der „Hyperactive Children’s Support Group“ empfohlen, diesen Farbstoff in der Nahrung von hyperaktiven Kindern zu vermeiden.

Eine Regelung der US-amerikanischen Food and Drug Administration verlangt seit dem 5. Januar 2011, dass bei allen Lebensmitteln und Kosmetika, die diesen Farbstoff enthalten, dieser in der Zutatenliste erwähnt wird.

Lebensmittel und andere Produkte, die aus Schildläusen gewonnenes Karmin enthalten, sind inakzeptabel für Vegetarier und Veganer. Viele Moslems betrachten karminhaltige Lebensmittel als verboten (haram), da der Farbstoff aus Insekten gewonnen wird. Auch viele Juden vermeiden Lebensmittel, die diesen Zusatzstoff enthalten. Einige jüdische Autoritäten erlauben jedoch den Einsatz, weil das Insekt getrocknet und zu Pulver zerrieben wird."

Andererseits wäre es wohl eine grosse Verschwendung, all diese Resourcen der Natur nicht zu nutzen, nicht nur beim Gedanken an die Lebensmittelknappheit weltweit.


Externer Inhalt

Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von radiobrocken.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.


einverstanden


Kommentieren
Mitglieder > Veranstaltungen > Kleine Unterhaltung heute mit einer Angestellten