Von Harvey11
Samstag 01.03.2025, 10:51 – geändert Samstag 01.03.2025, 11:14
Bundestagswahlen: Union und SPD beginnen Sondierungsgespräche. Komplizierte Verhandlungen erwartet
»Große Koalition« hieß das Regierungsbündnis aus SPD und Union früher einmal. Das war, als die beiden Parteien noch stolze Exemplare vom Typ »Volkspartei« waren und damit die mandatsstärksten Parteien im Bundestag. Nach der Bundestagswahl haben am Freitag morgen die Sondierungen für eine »kleine Groko« in Berlin begonnen. Weil BSW und FDP es nicht in den Bundestag geschafft haben und die Union sich – noch – gegen eine Koalition mit der AfD verwehrt, bleibt »Schwarz-Rot« die einzige realistische Option. CDU/CSU hatten bei den Bundestagswahlen am Sonntag 28,6 Prozent der Stimmen auf sich vereint, das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Die SPD wurde drittstärkste Kraft mit nur 16,4 Prozent – das historisch schlechteste Abschneiden der Sozialdemokraten. Die AfD war mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft geworden. Der neue Bundestag muss sich spätestens bis zum 25. März konstituieren.
Jetzt müssen die Beteiligten etwas tun, was sie nicht gewohnt sind. Sie müssen parteitaktische Tricks außen vor lassen und sich zusammenraufen.
Das wird nicht leicht werden, denn es gibt in der SPD starke Vorbehalte gegen Merz, bei dem auch einige in der Union Magendrücken bekommen.
Dass der so aufs Tempo drückt stärkt nur die Vorbehalte. Seine autoritären Auftritte, dass er bestimmt und andere zu folgen haben, verbessert die Stimmung auch nicht.
Aber egal, kommen die nicht zu Potte und und hält Merz dieses Mal sein Wort, dann drohen Neuwahlen. Und dann könnte es passieren, dass die Union zu Gesprächen von der AfD eingeladen wird.
Merz wird dann Berlin längst verlassen haben und nie wiederkommen.
Das kann auch passieren wenn die SPD irgendwann sagt: Es reicht, das war's.
Damit ist bei einem Kollegen wie Merz immer zu rechnen.
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Bundestagswahlen: Union und SPD beginnen Sondierungsgespräche. Komplizierte Verhandlungen erwartet
»Große Koalition« hieß das Regierungsbündnis aus SPD und Union früher einmal. Das war, als die beiden Parteien noch stolze Exemplare vom Typ »Volkspartei« waren und damit die mandatsstärksten Parteien im Bundestag. Nach der Bundestagswahl haben am Freitag morgen die Sondierungen für eine »kleine Groko« in Berlin begonnen. Weil BSW und FDP es nicht in den Bundestag geschafft haben und die Union sich – noch – gegen eine Koalition mit der AfD verwehrt, bleibt »Schwarz-Rot« die einzige realistische Option. CDU/CSU hatten bei den Bundestagswahlen am Sonntag 28,6 Prozent der Stimmen auf sich vereint, das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Die SPD wurde drittstärkste Kraft mit nur 16,4 Prozent – das historisch schlechteste Abschneiden der Sozialdemokraten. Die AfD war mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft geworden. Der neue Bundestag muss sich spätestens bis zum 25. März konstituieren.
Jetzt müssen die Beteiligten etwas tun, was sie nicht gewohnt sind. Sie müssen parteitaktische Tricks außen vor lassen und sich zusammenraufen.
Das wird nicht leicht werden, denn es gibt in der SPD starke Vorbehalte gegen Merz, bei dem auch einige in der Union Magendrücken bekommen.
Dass der so aufs Tempo drückt stärkt nur die Vorbehalte. Seine autoritären Auftritte, dass er bestimmt und andere zu folgen haben, verbessert die Stimmung auch nicht.
Aber egal, kommen die nicht zu Potte und und hält Merz dieses Mal sein Wort, dann drohen Neuwahlen. Und dann könnte es passieren, dass die Union zu Gesprächen von der AfD eingeladen wird.
Merz wird dann Berlin längst verlassen haben und nie wiederkommen.
Das kann auch passieren wenn die SPD irgendwann sagt: Es reicht, das war's.
Damit ist bei einem Kollegen wie Merz immer zu rechnen.
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