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Klassenkampf von oben

Von Harvey11 Dienstag 30.07.2024, 10:55 – geändert Dienstag 30.07.2024, 11:10

Es wird viel erzählt über das Bürgergeld. Hier noch eine Meinung dazu.
»Inzwischen kommen wieder zwei Arbeitslose auf eine offene Stelle. Wie will man die Leute in Arbeit bringen, wenn es nicht genügend Jobs gibt?«
»Ob Faulheit toleriert wird, ist eine empirische Frage – und da zeigt die Arbeitsmarktforschung, dass es einfach nicht stimmt. Das Bürgergeld war eine Antwort auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Das Bürgergeld muss ein Existenzminimum garantieren, auch für Menschen, die nicht arbeiten. Das ist ein Gebot der Verfassung. Das Bürgergeld ist das Existenzminimum, nicht mehr und nicht weniger.«
»Zweitens wird oft der fehlende Abstand zu den Löhnen kritisiert. Und das ist doch in erster Linie ein Problem der Lohnhöhe, nicht des Bürgergeldes. Aber auf das Lohnproblem wird nur sehr selten verwiesen.«
»Wohneigentum, gerne. Aktien, gerne. Aber natürlich muss man dafür auch einen Lohn haben, von dem man sich ein bisschen was zu Seite legen kann. Aber 40 Prozent der Deutschen haben nichts auf der hohen Kante liegen. Das zeigt: Im System stimmt etwas nicht.«
Alles, was man so bisher nicht in den Qualitätsmedien lesen konnte. Da scheint es mit einer Qualität nicht weit her zu sein. Die FR hat das Interview aber auch abgedruckt.

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