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Kinderverschleppung als Kriegspropaganda ?

Von Feierabend.de Mitglied zenoo 05.03.2023, 10:47 – geändert 05.03.2023, 10:55

Versuch eines Faktenchecks im Internet:
Wie viele Kinder wurden verschleppt? 121.000 nach ukrainischen Angaben, 6.000 nach Yale Universität, gänzlich absurd nach Russland, 16.000 nach Göring-Eckhardt.
Dabei ließe sich der Sachverhalt ganz einfach aufklären. Wenn Kinder vermisst werden, müssten Suchanfragen beim Roten Kreuz vorliegen. Das RK ist in der Ukraine und in Russland vertreten.
Über die Anzahl von Suchanfragen habe ich außer vom Suchdienst des DRK leider nichts gefunden.
Eure Meinung könnt ihr euch selber bilden, diskutieren kann man nur über Sachverhalte.


Vor dem UN-Sicherheitsrat sagte der ukrainische Vertreter Serhij Kyslyzja, die "Eindringlinge" hätten bereits mehr als 121.000 Kinder aus der Ukraine verschleppt, die meisten von ihnen aus der derzeit schwer umkämpften und von russischen Truppen eingekesselten Hafenstadt Mariupol. (15.4.22)

Die Ukraine macht dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz schwere Vorwürfe: Es kooperiere mit Moskau und beteilige sich an der Verschleppung nach Russland. (31.3.22)

Fast 1,1 Millionen Menschen sollen seit Kriegsbeginn aus der Ukraine nach Russland gebracht worden sein - darunter 200.000 Kinder. Diese Zahl gab das russische Militär am Montag bekannt. Die Interpretation Russlands: Diese Menschen seien freiwillig in Sicherheit gebracht worden. Gezwungen werde niemand, behauptet der Kreml.(5.5.22)
Die russische Botschaft : «Wir tun alles Mögliche, um die minderjährigen Bürger bei ihren Familien zu halten - und im Fall des Fehlens oder des Todes der Eltern und Angehörigen die Waisen in Obhut zu geben.»

Im vergangenen Jahr seien im von russischen Truppen besetzten Donbass 153 Kinder durch die «Handlungen» Kiews und die vom Westen gelieferten Waffen getötet worden. 279 Kinder seien verletzt worden.
Russland hat Vorwürfe der USA zu einer angeblichen Verschleppung ukrainischer Kinder als «absurde Äußerungen» zurückgewiesen. Die Kinder würden gemeinsam mit ihren Angehörigen vor dem Beschuss der ukrainischen Streitkräfte in Sicherheit gebracht, teilte die russische Botschaft in den USA am Mittwoch mit. (15.2. 23)

Wissenschaftlern der Yale-Universität zufolge soll Russland 6.000 ukrainische Kinder in Umerziehungslager gebracht haben. Die Forscher sehen ein mögliches Kriegsverbrechen.(15.2.23)

Katrin Göring-Eckhardt in Hart aber Fair :  sechzehntausend Kinder verschleppt. (27.2.23)

Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in München.
107 Suchanfragen von Menschen aus der Ukraine - Tendenz steigend - hat Brinkmanns Team seit Kriegsbeginn im Februar in ihrer Datenbank registriert. Viele haben den Kontakt zu ihren Angehörigen in Mariupol verloren - darunter Familien mit Kindern -, manche bei der Flucht durch Polen oder Ungarn. Etwa jede 5. Anfrage betrifft Soldaten. Einzelne vermisste Kinder oder Kinder, die ihre Eltern suchen, wurden dem DRK noch nicht gemeldet. (8.5.22)

Internationales Komitee vom Roten Kreuz  (IKRK)

Die IKRK-Präsidentin traf sich mit Aussenminister Lawrow, dem Stellvertretenden Verteidigungsminister Generaloberst Fomin und mit der russischen Menschenrechtsbeauftragten Tatjana Moskalkowa. Ausserdem sprach sie mit dem Präsidenten der Russischen Rotkreuzgesellschaft, Pawel Sawtschuk.
Es handelte sich um Mirjana Spoljarics erste Reise nach Moskau als Präsidentin des IKRK. Zuvor hatte sie letzten Monat bereits die Ukraine besucht und Regierungsvertreter und Betroffene des internationalen bewaffneten Konflikts getroffen. Das IKRK hat nicht zu allen Kriegsgefangenen Kontakt.

Das Büro des IKRK in Donezk wurde von Raketenbeschuss getroffen, Fahrzeuge und Gebäude wurden beschädigt. Ein vom IKRK unterstütztes Spital in Donezk wurde ebenfalls getroffen, zwei Patienten getötet, mehrere verletzt.(21.12.22)

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