Kapitalverband präsentiert Horrorkatalog für gesetzliche Krankenversicherung. Sozialverbände kontern und fordern solidarische Versorgung für alle
»Sie sind in der Offensive – auch gesundheitspolitisch: Kapitalverbände. Sie organisieren den Angriff auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Ganz unverhohlen. Eigens dafür hat die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ein fünfzehnseitiges Positionspapier verfasst, das jW vorliegt. Ein Horrorkatalog, aus dem die FAZ in der Donnerstagausgabe zuerst zitierte.
Der Titel klingt harmlos: »Für eine leistungsfähige und finanzierbare gesetzliche Krankenversicherung. Vorschläge für eine ›Gesundheitsreform 2026‹«. Der Inhalt ist es nicht. Demnach sollen GKV-Leistungen auf eine »Basissicherung« reduziert werden. Das bedeutet? Unklar, nicht genau definiert. Aber: »Altersbezogene Leistungsausschlüsse«, etwa Operationen für hochbetagte Senioren, seien möglich. Und: Medizinische Eingriffe nur noch, »wenn deren Nutzen nachgewiesen ist und die wirtschaftlich erbracht werden«. Übersetzt: Keine OP für Opa..........«
"Er ist noch jung". Diesen Satz hörte ich oft beim Gespräch der Ärzte.
Von der Entdeckung des Krebs bis zur OP vergingen nur wenige Tage.
Das ist aber bereits etwa 30 Jahre her.
Ginge das heute auch so schnell?
Stört die die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände auch der Anblick von teuren Senioren im Stadtbild?
»Das BDA-Papier ist eine Handreichung für die »Finanzkommission Gesundheit«. Ein Gremium, das Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im September einberufen hatte. Um Maßnahmen für eine dauerhafte Stabilisierung der Beitragssätze in der GKV zu erarbeiten. Im Frühjahr kommenden Jahres sollen erste Ergebnisse vorliegen, Ende des Folgejahres ein zweiter Bericht. Denn die Finanzsituation der GKV ist dramatisch: Schon 2026 klafft ein Milliardenloch, ab 2027 drohen Defizite in zweistelliger Höhe....«
Da fühlt sich der BDA berufen, seine Pläne vorzulegen.
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»Sie sind in der Offensive – auch gesundheitspolitisch: Kapitalverbände. Sie organisieren den Angriff auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Ganz unverhohlen. Eigens dafür hat die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ein fünfzehnseitiges Positionspapier verfasst, das jW vorliegt. Ein Horrorkatalog, aus dem die FAZ in der Donnerstagausgabe zuerst zitierte.
Der Titel klingt harmlos: »Für eine leistungsfähige und finanzierbare gesetzliche Krankenversicherung. Vorschläge für eine ›Gesundheitsreform 2026‹«. Der Inhalt ist es nicht. Demnach sollen GKV-Leistungen auf eine »Basissicherung« reduziert werden. Das bedeutet? Unklar, nicht genau definiert. Aber: »Altersbezogene Leistungsausschlüsse«, etwa Operationen für hochbetagte Senioren, seien möglich. Und: Medizinische Eingriffe nur noch, »wenn deren Nutzen nachgewiesen ist und die wirtschaftlich erbracht werden«. Übersetzt: Keine OP für Opa..........«
"Er ist noch jung". Diesen Satz hörte ich oft beim Gespräch der Ärzte.
Von der Entdeckung des Krebs bis zur OP vergingen nur wenige Tage.
Das ist aber bereits etwa 30 Jahre her.
Ginge das heute auch so schnell?
Stört die die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände auch der Anblick von teuren Senioren im Stadtbild?
»Das BDA-Papier ist eine Handreichung für die »Finanzkommission Gesundheit«. Ein Gremium, das Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im September einberufen hatte. Um Maßnahmen für eine dauerhafte Stabilisierung der Beitragssätze in der GKV zu erarbeiten. Im Frühjahr kommenden Jahres sollen erste Ergebnisse vorliegen, Ende des Folgejahres ein zweiter Bericht. Denn die Finanzsituation der GKV ist dramatisch: Schon 2026 klafft ein Milliardenloch, ab 2027 drohen Defizite in zweistelliger Höhe....«
Da fühlt sich der BDA berufen, seine Pläne vorzulegen.
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