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Keine echte Antwort

Von Harvey11 Donnerstag 03.04.2025, 10:04 – geändert Donnerstag 03.04.2025, 10:21

Die Kriminalitätsstatistik legt Defizite offen
von Ursula Rüssmann, Frankfurter Rundschau 3.4.2025

Die vorgelegte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist kein Grund für Alarmismus. Das kann sie schon deshalb nicht sein, weil sie die Kriminalitätswirklichkeit in Deutschland nur näherungsweise abbildet – es handelt sich um eine Tatverdächtigen-, keine Täterstatistik. Auch fehlen Steuer- und Finanzdelikte sowie politisch motivierte Verbrechen, etwa Rechtsextremismus oder islamistische Gewalt. Kein Thema sind auch Delikte, die nicht angezeigt werden – das dürfte etwa für viele Rassismuserfahrungen gelten, auch für viele Fälle häuslicher Gewalt.
Vor allem liefert das Zahlenwerk, anders als es suggeriert, keinen Beweis für die angeblich hohe „Ausländerkriminalität“. Denn „fremd“ wirkende Menschen werden nicht nur schneller angezeigt und häufiger kontrolliert als andere und rutschen deshalb öfter in die PKS. Unter Nichtdeutschen ist auch der Anteil der Jüngeren und derer in sozial prekärer Lage höher. Diese beiden Gruppen sind bekanntlich kriminalitätsgefährdeter als andere – egal welchen Pass sie haben.
Damit ist das eigentlich drängende Handlungsfeld angesprochen: die soziale Frage. Mehr Gewaltkriminalität, vor allem durch Kinder und Jugendliche – das muss einer Gesellschaft Sorge machen. BKA-Chef Holger Münch vermutet einen Grund in der hohen psychischen Belastung junger Menschen seit Corona, Ministerin Nancy Faeser nannte wachsende Kinderarmut als weiteren. Konsequenzen? Fehlanzeige. Auch von der neuen Regierung ist keine Wende erwarten, eher das Gegenteil: mehr Härte beim Bürgergeld, Sparen beim Sozialen. Ein Politikversagen, das leider nicht strafbar ist.
………………..
Ja, so ist es. Viele Straftaten werden in dieser Kriminalstatistik nicht erwähnt.
Die Erbauer dieses Machwerks werden wissen warum das so sein soll. Es ist aber trotzdem leicht erkennbar.
Auch die neue Regierung will die Probleme schaffen, gegen die sie dann kraftvoll vorgehen will.
Es ist wie im Kino: Wenn ich der Jugend keine Zukunft bieten will, dann gestalten die sich ihre eigene selbst.
Über solche Petitessen müssen sich Politiker natürlich kleine Gedanken machen. Denn die Jugend spendet den Parteien nichts. Vielleicht nur noch Verachtung.
Für wen machen unsere Parteien denn weiter Wahlkampf?

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