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Kein Schwarz-Rot-Gold vorm Schultor

Von Harvey11 Mittwoch 02.07.2025, 15:10

Kein Durchkommen gab es für den Antrag der AF Der Gießener Kreistag möge beschließen, dass vor den Schulen des Landkreises täglich die schwarz-rot-goldene Bundesflagge gehisst werden sollte; wenn gewünscht daneben auch die hessischen Landesfarben sowie die Flagge der europäischen Union.
Das Ansinnen, von der AfD landauf, landab auf die politische Bühne getragen, begründete Fraktionsvorsitzender Jörn Bauer folgendermaßen: Echte Bildung bedeute Werte-Erziehung. Sichtbare nationale Symbole böten Orientierung im Schulalltag. Stolz auf die Nation dürfe und müsse sichtbar werden. Ein Volk, das sich vergesse, verliere an Zusammenhalt, postulierte der AfD-Mann. Und er vergaß nicht, an die demokratischen Traditionen zu erinnern, für die die Farben stehen.
Dieser Antrag wurde aber nicht einfach mal so „weggestimmt“. Man sprach darüber und lehnte ihn dann ab.
Selbst käme ich ohne Fahne aus. Aber das Zusammenleben einer Gesellschaft hängt nicht nur von den Fahnen ab, die man da wehen lassen will. Und gerade da ist auch die AfD kein Vorbild.
Aber da war der Satz wieder „Stolz auf die Nation dürfe und müsse sichtbar werden“. Also schon wieder Stolz und Ehre von Kindesbeinen an. Der AfD geht es nur um mehr Nationalstolz.

Aber da war doch was:
Die wohlfeilste Art des Stolzes ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu Dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Arthur Schopenhauer
Der Name wird den meisten in der AfD wohl vor lauter Nazionalstolz unbekannt sein.

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