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Kein Einlass für kritische Jüdinnen

Von Harvey11 Samstag 20.12.2025, 15:06 – geändert Samstag 20.12.2025, 15:25

Hat Sie das Verhalten des Vereins überrascht?
München: Organisationen geben sich tolerant und antirassistisch, aber sperren kritische Jüdinnen aus, berichtet Shelly Steinberg

»In München sind Gegner der Politik der israelischen Regierung in so manchen sich liberal gebenden Kreisen nicht willkommen. Weshalb haben Sie sich anwaltliche Hilfe gesucht?

Ich hatte mich mit einer Bekannten im Oktober zu einer Veranstaltung von »München ist bunt« und »Aufstehen gegen Rassismus« angemeldet. Es ging damals um einen Bericht der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München, kurz FIRM. In der Ankündigung hieß es, dass die Veranstalter es sich vorbehalten würden, Personen, die rechtsextremen Organisationen oder Parteien nahestehen, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind bzw. durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder anderweitig menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verweigern. Mit der jüdischen Künstlerin Suzanna Treumann bin ich zur Veranstaltung gegangen. Dort wurde uns dann der Zutritt verweigert.

Wie wurde das begründet?

Als ich erwiderte, dass es sich hier um einen Irrtum handeln müsse, wurde dies verneint. Ich habe daraufhin den Vorbehalt vorgelesen und als ich zum Punkt »antisemitisch« kam, wurde gesagt, dass es wohl das sein würde. Ich fragte mehrfach, ob sie mir – einer Jüdin aus Israel – ernsthaft Antisemitismus unterstellen würden. Nach längerem Hin und Her hieß es dann, man würde noch einmal Rücksprache im Saal halten. Nach nur wenigen Minuten kam die Dame vom Einlass wieder raus und meinte, es bleibe bei dem Zutrittsverbot. Ich hätte auf einer »Palästina spricht«-Demo geredet. Dabei habe ich nie auf so einer Demo gesprochen. Suzanna verweigerte man den Einlass aufgrund einer »Kontaktschuld«............«


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Sprech- und Denkverbot in sich liberal gebenden Kreisen in München?
Na ja, wenn sich heute Soziale wie Raubritter und Christen jeden christliche Gedanken scheuen und lieber wieder um das goldene Kalb tanzen, dann kann man von Liberalen auch nichts liberales mehr erwarten.
Und Kritik an der Politik in Israel? Das geht schon mal gar nicht.
Wir müssen uns eben damit abfinden, dass es gute und böse Lumpen gibt.
Und damit wir wissen wer wer ist gibt es die Zensur.
Die darf man aber so nicht nennen - wegen wegen wegen....Zensur?
Demokratie ist ganz schön schwer.

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