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Kanzler sieht die Lage sehr kritisch

Von Harvey11 Mittwoch 07.01.2026, 13:31

Die Lausitzer Rundschau (Cottbus) zu Merz: Es ist ein peinlicher Moment, wenn man im Schwimmbad bereits auf dem Zehn-Meter-Turm steht – und dann die Leiter wieder hinabsteigt. Besonders schlimm ist es, wenn man vorher herumgetönt hat, was für einen sensationellen Sprung es gleich zu sehen geben werde. Friedrich Merz hat im vergangenen Jahr einen Herbst der Reformen angekündigt, der dann nicht stattfand. Jetzt unterstreicht er in einem Brief erneut die Notwendigkeit, den Standort Deutschland voranzubringen.

So ist das mit Merz, der Herbst der Reformen ist vergangen, wo zeigen die Reformen Wirkung?
Jetzt schreibt er einen Brief an seine Kollegen weil nun auch er die Lage als sehr kritisch erkennt.
Hat er sich das gut überlegt? Damit fällt er seinen Anhängern in den Rücken, die ihn bisher tapfer verteidigt haben. Denn er führt doch diese Regierung.
Im Brief mahnt er entschlossene Reformen an. Von wem?
Wie üblich sollen schon wieder die Standortbestimmungen verbesset werden.
Das wären also Lohnsenkungen (verschämt Senkung der Arbeitskosten genannt), Steuersenkungen, Senkung der Energiekosten (durch gleichzeitige Erhöhung der Kosten für die normalen Verbraucher) und wie seit 50 Jahren schon der Bürokratieabbau. Dahinter könnten sich so unnütze Dinge wie Verbraucherschutz usw verstecken.
"Wir können die meisten unserer Probleme selbst lösen" verkündet der Prophet. Wen meint er mit wir? Denn von was er eine Seite verschonen will, das muss er ja woanders wieder aufladen. Sonst kippt die Waage.
Die verachtete Linke hat es erkannt: Der Brief liefert nicht einen konkreten Vorschlag, der der Wirtschaft tatsächlich helfen würde.

Zwei Dinge: Entweder ist Merz immer deutlicher mit seinen Latein am Ende. Oder aber er will uns sagen, dass er zwar könnte, aber es nicht darf. Denn es stehen Wahlen an.
So oder so, er ist am Ende.

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