Und ist die Belästigung im Netz noch so klein: Sie darf nicht hingenommen werden.
"Ein Onlinestalker ist in Spanien zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden, weil sein 17 Jahre altes Opfer Suizid beging. Das Strafmaß wurde am Dienstagabend vom zuständigen Landgericht in Castellón de la Plana im Osten des Landes bekannt gegeben. Demnach muss der Mann den Eltern und dem Bruder des Jugendlichen finanzielle Entschädigungen in Höhe von insgesamt 173.000 Euro zahlen.
Der Angeklagte war bereits im Juli von einem Geschworenengericht des Totschlags für schuldig gesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre Freiheitsentzug gefordert.
Das Urteil wurde von spanischen Medienkommentatoren als wegweisend im Kampf gegen Onlinebelästigung und Cyberkriminalität gewertet. Es handele sich um einen Präzedenzfall, hieß es. »Mit dieser Verurteilung eröffnet sich die Möglichkeit, Stalker direkt für den Suizid oder den Suizidversuch ihrer Opfer zur Verantwortung zu ziehen«, kommentierte etwa der Fernsehsender Antena 3."
In Spanien wurde durchgegriffen.
Und ist die Belästigung im Netz noch so klein: Sie darf nicht hingenommen werden.
"Ein Onlinestalker ist in Spanien zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden, weil sein 17 Jahre altes Opfer Suizid beging. Das Strafmaß wurde am Dienstagabend vom zuständigen Landgericht in Castellón de la Plana im Osten des Landes bekannt gegeben. Demnach muss der Mann den Eltern und dem Bruder des Jugendlichen finanzielle Entschädigungen in Höhe von insgesamt 173.000 Euro zahlen.
Der Angeklagte war bereits im Juli von einem Geschworenengericht des Totschlags für schuldig gesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte 14 Jahre Freiheitsentzug gefordert.
Das Urteil wurde von spanischen Medienkommentatoren als wegweisend im Kampf gegen Onlinebelästigung und Cyberkriminalität gewertet. Es handele sich um einen Präzedenzfall, hieß es. »Mit dieser Verurteilung eröffnet sich die Möglichkeit, Stalker direkt für den Suizid oder den Suizidversuch ihrer Opfer zur Verantwortung zu ziehen«, kommentierte etwa der Fernsehsender Antena 3."
Quelle: Spiegel Netzwelt v. 7.9.2022