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Junge Union plant den Aufstand

Von Harvey11 Donnerstag 20.03.2025, 12:40 – geändert Donnerstag 20.03.2025, 12:57

Parteinachwuchs will Einfluss ausüben
von Alisha Mendgen, Frankfurter Rundschau vom 20.2.2025

Für die Junge Union sind diese Tage nicht gerade leicht. Erst musste der Parteinachwuchs von CDU/CSU deren Wahlergebnis von 28,5 Prozent verkraften. Dann folgte das Finanzpaket, dem die Union trotz anderslautender Versprechen im Wahlkampf zustimmte. Und nun kommt dazu, dass Schwarz-Rot aus Sicht der JU kaum Strukturreformen anstoßen will Johannes Winkel, der Chef der Gruppe, zeigt sich von dem Bündnis wenig angetan und nennt es eine „Boomer-Koalition“.
Winkel, der seit 2022 die JU führt und selbst gerade in den Bundestag eingezogen ist, will nicht tatenlos zusehen, wie sich eine schwarz-rote Regierung Beschlüsse fasst, denen er widerspricht. Nach Informationen des Redaktionsnetzwerk Deutschland versucht der CDU-Politiker, die Macht der Jungen Union in der Bundestagsfraktion auszuweiten. Sie habe quasi eine „Sperrminorität“ in der neuen Koalition, heißt es unter jungen Abgeordneten. Vorausgesetzt, sie formieren sich geschlossen, um ihre Stimmen zu nutzen.
Tatsächlich waren 18 der 208 Abgeordneten in der neuen Unionsfraktion bei der Bundestagswahl unter 35 Jahre alt und gehören damit der „Jungen Gruppe“ an. Die mögliche Koalition mit der SPD hat 328 Abgeordnete – also 13 Stimmen mehr, als für eine Mehrheit nötig. Würden alle jungen Unionsabgeordneten gegen ein Gesetzesvorhaben stimmen wollen, könnten sie es somit blockieren oder verändern.
Dem Vernehmen nach will Winkel einen Vertrauten für die innerfraktionelle Mobilisierung zuständig machen: Sein JU-Stellvertreter, der ebenfalls neu in den Bundestag gewählte Pascal Reddig, soll Vorsitzender der Jungen Gruppen werden. Der 30-Jährige beschäftigt mit den Themen der sozialen Sicherung und vor allem der Rentenversicherung. Die JU drängt schon länger darauf, dass Renteneintrittsalter, das bis 2031 auf 67 Jahre steigt, erneut anzuheben. Der CDU-Chef und womöglich baldige Kanzler Friedrich Merz lehnte das im Wahlkampf ab. In einem Beschluss des JU-Bundesvorstands heißt es dagegen, die Demographie sei „die Mutter aller Probleme in Deutschland“. Deshalb müsse die neue Regierung „Zumutungen benennen, statt zu verstecken“.
Dass Winkel nicht selbst Chef der Jungen Gruppe wird, liegt auch daran, dass es in der Fraktion nicht gewünscht ist, wenn eine Person sowohl Junge Union als auch Junge Gruppe leitet.
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Eine Sperrminorität innerhalb der Koalition. Darauf muss man erstmal kommen.
Tja Herr Merz, wem dann folgen? Der eigenen Jugend? Oder der SPD?
Sie haben sehe viel versprochen. Oder haben sie sich nur versprochen?
„Es ist unfair, Politiker an ihren Wahlversprechen zu messen“. So sagte es Franz Müntefering. Damals gab es auch eine GroKo. Überlegen Sie mal. vielleicht fällt ihnen ja auch eine Wahrheit ein, die ihr ganzes Dilemma zeigt.
Vielleicht so: Ihr seid doch selber schuld. Wahrheiten wollt ihr ja keine hören.
Auch schön: Putin ist schuld. Warum will der uns auch überfallen.
Nicht so gut wäre: Aber die AfD will das doch so haben. Besser wir als die.
Irgendwas wird Ihnen schon einfallen.
Übrigens, wissen Sie schon, was sie schon, was Sie nach ihrer Kanzlerzeit machen werden?

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