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Jugend wehrt sich

Von Harvey11 Samstag 06.12.2025, 11:42

Berlin: Bundestag stimmt für Wehrdienstgesetz. 40.000 Schüler demonstrieren

»Am Freitag haben sie deutschlandweit gestreikt, statt die Schulbank zu drücken: Organisiert vom Bündnis »Schulstreik gegen Wehrpflicht« sollen in über 80 Städten mehr als 40.000 Schüler (Stand 13.00 Uhr) – so die Zahlen des Veranstalters – auf die Straße gegangen sein. In der Hand: Plakate und Banner. Sie begehrten auf gegen das »Wehrdienstmodernisierungsgesetz« der »schwarz-roten« Bundesregierung, das kurz zuvor im Bundestag mit Mehrheit verabschiedet worden war. Von 596 Abgeordneten stimmten 323 mit Ja, 272 mit Nein, einer enthielt sich.

»Wir sind beeindruckt davon, wie viele Schülerinnen und Schüler heute gestreikt haben«, erklärte Hannes Kramer, bundesweiter Sprecher des Bündnisses, in einer Mitteilung vom Freitag. Die Botschaft der Schülerinnen und Schüler ist klar und unmissverständlich: kein »Drill«, kein »Gehorsam«, kein »töten lernen«, »kein Krieg« für Deutschland. Überwiegend betraf der Streik die letzten beiden Unterrichtsstunden, da die Proteste oft erst am Mittag starteten...........«

Die Idee, schnell wieder gegen Russland zu marschieren, stößt bei der Jugend, die sehr gut beobachtet, wie wenig sich die Politik um ihre Anliegen und Probleme schert, auf ein positives Echo.
Mit Märchen, dass 2029 die Russen kommen, kann man die nicht erschrecken.

Da muss ich mal die AfD zitieren: Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD, Rüdiger Lucassen, erklärte: »Soldaten, die für den Sold kommen, haben keine feste Grundlage für den Dienst. Das reicht nicht.« Eben, plötzlich spricht man mit der Jugend, nee man will ihr befehlen. Auf dem Ohr hören die aber sehr schlecht.

Besonders albern führte sich eine von der SPD auf: Zwar lobte SPD-Abgeordnete Siemtje Möller in der Debatte das zivilgesellschaftliche Engagement der Jugend im Land – »ihr seid großartig«, forderte aber gleichzeitig eine starke Bundeswehr und eine »widerstandsfähige Bevölkerung«, damit »Putin erkennt«, dass sich ein Angriff auf Deutschland nicht lohnt, denn den »verliert er ganz sicher«.

Frau Möller weiß also, dass der nächste Feldzug gegen Russland gewonnen werden wird. Denn einen Angriffsgrund gibt es hier nicht. US-Truppen und ihre Raketen sind ja schon hier und nicht erst geplant wie in der Ukraine.
Und auf den großen Bruder und ewigen Freund verlassen? Die Sache mit Russland hat der ja längst zu einer Angelegenheit der Europäer erklärt. Und wie einig wären die?

Da sieht die Jugend schon viel klarer und darum auch weiter.



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