Die unvollständige und manipulierte Veröffentlichung der Epstein-Akten hat erste personelle Konsequenzen – in Europa. Deutsche Zeitungen fragen sich vor allem, ob der britische Premier Keir Starmer über die Affäre stürzt (hier sei verraten: Über so etwas ist noch nie ein Regierungschef der Wertegemeinschaft gestürzt – siehe »Bunga-Bunga« mit Berlusconi), nur die FAZ macht auf Jammerwesten.
Die Zeitung quetscht die Angelegenheit in den Kasten von »links« und »rechts«: »Im linken Spektrum wird Epstein zur Jagd auf Trump benutzt. Im rechten zur Jagd auf dessen Antipoden – das Clinton-System.« Damit könnte die Sache im Rahmen des politischen FAZ-Horizonts geregelt sein, aber das Blatt hat den Drang zu Höherem und verallgemeinert: »Insofern ist der Fall Epstein nicht nur ein amerikanisches Sittengemälde über den Verfall einer amerikanischen Elite, die glaubt, sich alles leisten zu können – und sei es, zugekokst ›Sex-Parties‹ mit Minderjährigen ›zu feiern‹. Sondern auch eines über die Dekadenz der Politik in der populistischen Ära: Jede Lüge ist erlaubt, nichts hat irgendwelche Folgen.« Letzteres enthüllt eine nie dagewesene Sensation.
Da es in Großbritannien dem Anschein nach einige Folgen gibt, stürzen sich die meisten Zeitungen auf Keir Starmer. Nur das Handelsblatt erläutert, dass die Akten höchsten ein Anlass, kein Grund für dessen Sturz wären: »Starmer war jedoch bereits vor der Epstein-Mandelson-Affäre politisch angeschlagen. Ihm ist es bislang nicht gelungen, das schwache Wirtschaftswachstum in Großbritannien anzukurbeln. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach Schätzung von Ökonomen nur mit einer Rate von 0,1 Prozent gewachsen.« Und überhaupt sei er laut Umfragen »der unbeliebteste Premierminister in Großbritannien seit dem Zweiten Weltkrieg«. Seine Labour-Partei liegt fast zehn Prozentpunkte hinter der führenden Reform-UK-Partei des Rechtspopulisten Nigel Farage, der bereits auf vorgezogene Neuwahlen drängt.
Nur die wie stets denkfaule Süddeutsche Zeitung sieht in den Akten das Problem für Starmer: Er habe Peter Mandelson zum US-Botschafter gemacht, »obwohl er wusste, dass der Kontakte zu Epstein unterhalten hatte. Sicher, er kannte nicht das gesamte, offenbar auch strafrechtlich relevante Ausmaß. Aber seine Entschuldigung, Mandelson – der ja nicht zum ersten Mal in seiner langen Labour-Laufbahn in einen Skandal verwickelt ist – habe ihm versichert, der Kontakt sei nicht weiter tragisch gewesen, und er habe ihm geglaubt, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil.« Die deutschen Kommentare sind ein Sittengemälde. (as)
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Das 11. Gebot: Du sollst dich nicht erwischen lassen.
Und wenn, schützende Hände sind oft vorhanden.
Nur hier wird es schwierig, denn die Schweinerei ist zu groß.
Trotzdem wird hier versucht Keir Starmer reinzuwaschen, wogegen er auf der Insel verrissen wird. war doch halb so schlimm.
Erinnert irgendwie an die deutsche Justiz bei Gewalt gegen Frauen.
Wie lange dauerte es, bis auch für die CDU die Vergewaltigung durch den Ehemann eine Straftat war?
Die unvollständige und manipulierte Veröffentlichung der Epstein-Akten hat erste personelle Konsequenzen – in Europa. Deutsche Zeitungen fragen sich vor allem, ob der britische Premier Keir Starmer über die Affäre stürzt (hier sei verraten: Über so etwas ist noch nie ein Regierungschef der Wertegemeinschaft gestürzt – siehe »Bunga-Bunga« mit Berlusconi), nur die FAZ macht auf Jammerwesten.
Die Zeitung quetscht die Angelegenheit in den Kasten von »links« und »rechts«: »Im linken Spektrum wird Epstein zur Jagd auf Trump benutzt. Im rechten zur Jagd auf dessen Antipoden – das Clinton-System.« Damit könnte die Sache im Rahmen des politischen FAZ-Horizonts geregelt sein, aber das Blatt hat den Drang zu Höherem und verallgemeinert: »Insofern ist der Fall Epstein nicht nur ein amerikanisches Sittengemälde über den Verfall einer amerikanischen Elite, die glaubt, sich alles leisten zu können – und sei es, zugekokst ›Sex-Parties‹ mit Minderjährigen ›zu feiern‹. Sondern auch eines über die Dekadenz der Politik in der populistischen Ära: Jede Lüge ist erlaubt, nichts hat irgendwelche Folgen.« Letzteres enthüllt eine nie dagewesene Sensation.
Da es in Großbritannien dem Anschein nach einige Folgen gibt, stürzen sich die meisten Zeitungen auf Keir Starmer. Nur das Handelsblatt erläutert, dass die Akten höchsten ein Anlass, kein Grund für dessen Sturz wären: »Starmer war jedoch bereits vor der Epstein-Mandelson-Affäre politisch angeschlagen. Ihm ist es bislang nicht gelungen, das schwache Wirtschaftswachstum in Großbritannien anzukurbeln. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach Schätzung von Ökonomen nur mit einer Rate von 0,1 Prozent gewachsen.« Und überhaupt sei er laut Umfragen »der unbeliebteste Premierminister in Großbritannien seit dem Zweiten Weltkrieg«. Seine Labour-Partei liegt fast zehn Prozentpunkte hinter der führenden Reform-UK-Partei des Rechtspopulisten Nigel Farage, der bereits auf vorgezogene Neuwahlen drängt.
Nur die wie stets denkfaule Süddeutsche Zeitung sieht in den Akten das Problem für Starmer: Er habe Peter Mandelson zum US-Botschafter gemacht, »obwohl er wusste, dass der Kontakte zu Epstein unterhalten hatte. Sicher, er kannte nicht das gesamte, offenbar auch strafrechtlich relevante Ausmaß. Aber seine Entschuldigung, Mandelson – der ja nicht zum ersten Mal in seiner langen Labour-Laufbahn in einen Skandal verwickelt ist – habe ihm versichert, der Kontakt sei nicht weiter tragisch gewesen, und er habe ihm geglaubt, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil.« Die deutschen Kommentare sind ein Sittengemälde. (as)
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Und wenn, schützende Hände sind oft vorhanden.
Nur hier wird es schwierig, denn die Schweinerei ist zu groß.
Trotzdem wird hier versucht Keir Starmer reinzuwaschen, wogegen er auf der Insel verrissen wird. war doch halb so schlimm.
Erinnert irgendwie an die deutsche Justiz bei Gewalt gegen Frauen.
Wie lange dauerte es, bis auch für die CDU die Vergewaltigung durch den Ehemann eine Straftat war?