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Journalistengrab Gaza

Von Harvey11 Mittwoch 26.03.2025, 08:52

Israelische Armee und Siedler intensivieren Angriffe auf Reporter. UNO zieht aus Sicherheitsgründen ein Drittel des Personals aus Gaza ab
Jetzt fühlt sich sogar der deutsche Botschafter in Israel bemüßigt, Kritik zu üben: Auf der Plattform X schrieb Steffen Seibert am Dienstag, er sei »besorgt über die jüngste ungerechtfertigte Festnahme« des Journalisten Christian Meier. Der Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und seine Begleiter seien, offenbar bereits am vergangenen Freitag, von extremistischen Siedlern schikaniert worden, während sie sich für eine Recherche im Westjordanland aufhielten. Offenbar nahm die Polizei daraufhin nicht die Siedler, sondern Meier fest und ließ ihn vor seiner Freilassung, die erst Stunden später erfolgte, ein Dokument unterschreiben, in dem er sich verpflichten musste, in den nächsten zwei Wochen nicht mehr ins Westjordanland zu reisen. Am Montag schlugen und verletzten israelische Siedler ebenfalls im Westjordanland den palästinensischen Filmemacher Hamdan Ballal schwer. Soldaten verhafteten ihn daraufhin im Krankenwagen und nahmen ihn mit. Am Dienstag wurde Ballal, der seinen oscarprämierten Dokumentarfilm No Other Land gemeinsam mit zwei israelischen und einem palästinensischen Regisseur gedreht hat, wieder freigelassen.

Das Erschrecken der EU, besonders der Deutschen darüber, über die Erkenntnis, dass die Partnerschaft mit den USA endgültig vorbei sind (ihre Verachtung der Europäer haben die ja bei dem öffentlichen Geheimchat deutlich gezeigt), darf nicht darf kein Grund sein zu vergessen, dass im Gaza das Morden weiter geht. Journalisten und Einrichtungen der UN waren schon öfters Ziele der Israelischen Armee oder des angefeuerten rasenden Mob der Siedler.
Man will keine Zeugen haben und die Palästinenser lügen nur.
Dass jetzt sogar Steffen Seibert Kritik äußert könnte Folgen für ihn haben.
Aus Israel, aber auch aus Deutschland.
Auch in früheren Zeiten waren die Überbringer der schlechten Nachrichten die Bösen. Daran hat sich nicht viel geändert.


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