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Invasionen lohnen sich

Von ehemaliges Mitglied Donnerstag 14.07.2022, 11:37

So würde Putin denken, wenn der Westen zu vorschnellen Verhandlungen mit ihm bereit wären.

In einem Gastbeitrag sprechen sich deutsche Wissenschaftler und Militärexperten gegen eine übereilte "diplomatische Lösung" des Ukraine-Krieges aus. Sie warnen: Vorschnelle Verhandlungen würden Kremlchef Putin signalisieren, dass Invasionen sich lohnen.

Mehrere deutsche Wissenschaftler und Militärexperten sehen mit Blick auf den Ukraine-Krieg zum jetzigen Zeitpunkt keinen Spielraum für eine "seriöse diplomatische Lösung". Viel mehr fordern die 22 Autoren in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "das Niveau und die Quantität westlicher Waffenlieferungen" an die Ukraine zu erhöhen, damit das Land einen "Diktatfrieden" abwenden könne.

Sollte die Ukraine dem russischen Angriff unterliegen, sei damit zu rechnen, dass Moskau weitere Kriege plane, "um die europäische Sicherheitsordnung zu zerstören", warnen sie. Zu den Unterzeichnern des Gastbeitrags gehören unter anderen der Militärexperte Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr in München, der Militärhistoriker Sönke Neitzel von der Universität Potsdam sowie mehrere frühere Generäle der Bundeswehr.

"Waffenstillstand jetzt!" Dieser Brief ist eine schreiende Unverschämtheit
Appell an den Westen Prominente fordern "diplomatische Großoffensive"

Mit ihrem Beitrag widersprechen sie einem offenen Brief deutscher Schriftsteller, Journalisten und Philosophen, die Ende Juni in der Wochenzeitung "Die Zeit" unter dem Titel "Waffenstillstand jetzt!", eine möglichst rasche Beendigung des Krieges gefordert hatten.

In dem "FAZ"-Gastbeitrag warnen die Autoren, mit einer übereilten "diplomatischen Lösung" könne man keinen Frieden schaffen. Damit würde man dem russischen Präsidenten Wladimir Putin signalisieren, dass Invasionen mit Landgewinnen, der Auslöschung souveräner Staaten und geopolitischer Machterweiterung belohnt werden, so die Professoren und Ex-Militärs.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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