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Imperialismus der USA

Von Harvey11 Mittwoch 19.02.2025, 14:08

Europa befindet sich in einer Wirtschaftskrise aufgrund des Krieges in der Ukraine, der Zerstörung von Nord Stream durch die USA, des wirtschaftlichen Bruchs mit Russland, das ein wichtiger Handelspartner war, der Spannungen mit China und der Verzögerung der deutschen Autoindustrie bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge.

Der Krieg begann am 22. Februar 2014 mit dem gewaltsamen Sturz von Viktor Janukowitsch, der Teil des langfristigen Plans der USA war, die Nato auf die Ukraine und Georgien auszudehnen und damit Russland in der Schwarzmeerregion einzukreisen. Dieser Plan geht auf die 1990er Jahre zurück, insbesondere auf Zbigniew Brzezinskis Empfehlung in dem 1997 erschienenen Buch „The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives“ (Die amerikanische Vorherrschaft und ihre geostrategischen Imperative), in dem er behauptete, die EU und die Nato sollten sich trotz der Einwände Russlands nach Osten ausdehnen, und dass Russland keine andere Wahl habe, als sich dem zu fügen. Dies war eine schwere Fehleinschätzung von Brzezinski und der US-Regierung.

Hans-Dietrich Genschers Versprechen, die Nato nicht nach Osten zu erweitern, stand im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung Deutschlands, die das Ende des Zweiten Weltkriegs markierte. Somit stand Deutschland natürlich im Mittelpunkt der Diplomatie. Man beachte aber auch, dass Genscher und James Baker III, der US-Außenminister, sich in diesem entscheidenden Punkt völlig einig waren und dies auch gegenüber Präsident Gorbatschow zum Ausdruck brachten. Das Konzept der Nato-Erweiterung „nicht einen Zoll nach Osten“ war eine feierliche Verpflichtung, die bei vielen Gelegenheiten wiederholt wurde.

Die Ausweitung der Nato auf die Ukraine war und ist eine völlig unvernünftige Idee, die in den 1990er Jahren vom US-Staat ausgeheckt und auf dem Nato-Gipfel in Bukarest 2008 versprochen wurde. Auf diesem Gipfel wussten Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy, dass die US-Politik der Nato-Erweiterung gefährlich und provokativ war, aber die europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich dem Druck der USA nicht widersetzt.

Die USA erwarteten nicht, dass Russland in der Lage sein würde, sich der Nato-Erweiterung zu widersetzen. Die USA betrachteten Russland als „eine Tankstelle mit Atomwaffen“. Diese Arroganz der USA hat zu dem jetzigen Schlamassel geführt. Brzezinski hat ausdrücklich vorausgesagt, dass Russland keine andere Wahl haben würde, als sich zu fügen. Er hat sich geirrt, ebenso wie zahllose andere US-“Strategen“, die in Sachen präziser Strategie sehr schlecht waren.

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Nur einige Zitate aus dem Interview mit dem US-Ökonom Jeffrey Sachs.
Da hat man ja einiges schon gehört und gelesen und es regneten Beschimpfungen als Putin-Versteher. Dabei ist dieser Vorwurf sowas von dusselig.
Es stimmt schon was Helmut Schmidt gesagt hat, die USA sind der imperialistischste Staat des 20. Jahrhunderts.
Wer bin ich, dass ich dem großen Helmut Schmidt widersprechen könnte. Immerhin wurde der ja auch von der CDU verehrt.
Jedenfalls ein Interview, das einigen Lesern die Spucke verschlagen wird.


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