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Ideologisches Gift darf nicht verharmlost werden

Von Feierabend-Mitglied Samstag 26.09.2026, 11:23

lautet die Überschrift einer Kolumne, die ich hier zur Diskussion stellen möchte. Bekanntlich habe ich nicht nur ein Auge auf "rechtes ideologisches Gift" sondern auch auf linkes das im Hintergrund von rechtem auch gerne verharmlost wird.


"Enteignungs-Fantasien und Antisemitismus-Tendenzen: Ist die heutige Linke tatsächlich das Ergebnis einer Entwicklung, in der die Kernelemente der SED-Ideologie konserviert wurden?

Wer Hinweise sucht, dass die Linkspartei eine Fortsetzung der DDR-Staatspartei SED ist, wird in Berlin fündig. Natürlich ist Die Linke nicht exakt die Partei der Honeckers und Mielkes, wie sie 1989 bestand. Die Linke ist nicht die SED. Sie ist das Ergebnis einer Entwicklung, während der Kernelemente der SED-Ideologie konserviert wurden. Drei Beispiele:

Erstens: Die Linkspartei will Immobilienunternehmen enteignen. Das ist die Fortsetzung einer Politik der SED, die darauf hinauslief, das Privateigentum an Wohnraum zu beseitigen. Die DDR baute zwar neue Wohnungen, ließ zugleich aber große Teile des Altbaubestands verfallen. Das Resultat waren marode Innenstadtquartiere sowie anhaltender Wohnungsmangel. Daran will die Linke nun anknüpfen. Denn natürlich werden Enteignungen keine neuen Wohnungen schaffen. Die Milliardenentschädigungen, die das Grundgesetz vorsieht, fließen eben nicht in Neubauten, sondern in den Bestand. Niemand soll nun glauben, dass die Erben solchen Denkens bei „Wohnungskonzernen“ aufhören. Der Appetit kommt beim Essen.

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„Standpunkt“ – der Gastkommentar
Unsere Gesellschaft lebt davon, dass die beste Idee gewinnt. Dafür braucht es Debatten und Argumente – auch wenn sie kontrovers sind. Argumente, die aus praktischen Erfahrungen gespeist sind. Im Gastbeitrag „Standpunkt“ lassen wir deshalb Menschen zu Wort kommen, die wichtige Debatten und Ideen aus ihrer Praxis beurteilen können. Und bieten ihnen einen festen Ort, um zu hinterfragen, ob eine Idee nur groß ist oder wirklich Potenzial hat – und welche Argumente der Realität standhalten.
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Zweitens: Der Berliner Wahlkampf war ohne Zweifel der antisemitischste seit 1933. Die Linkspartei wehrt sich gegen diesen Vorwurf. Man übe doch nur „Israelkritik“ und die müsse in einer Demokratie erlaubt sein. Auch SED-Bonzen haben sich immer gegen den Vorwurf des Antisemitismus verwahrt. Sie haben den Antisemitismus einfach umbenannt. Hass wurde als „Antizionismus“ geschürt, Propaganda gegen Israel unter den Etiketten „Solidarität“, „Antiimperialismus“ oder auch „Antikolonialismus“ getrieben. Heute nennt die Linkspartei ihren Antisemitismus Israelkritik. Wie die Alten sungen, so zwitschern nun die Jungen.

Drittens: Einher geht das mit der Verachtung der Institutionen des bürgerlichen Staates. Die Linke will Sozialarbeiter statt Polizei, der Verfassungsschutz soll abgeschafft werden, Vermummungs- sowie Schutzwaffenverbot soll weg. Mit kriminellen Gewalttätern übt man Solidarität. Gewalt wird akzeptiert, wenn sie von den „Richtigen“ ausgeht. Die gleiche Haltung pflegte die SED. Deswegen unterstütze sie auch die RAF. Polizei oder Grenzschutz in der Bundesrepublik waren hingegen „Instrumente imperialistischer Macht- und Herrschaftssicherung“.

Was also tun? Es geht nicht nur um Antisemitismus. Es geht um die Gesamtideologie der SED-Fortsetzungspartei, die konsequente Weiterentwicklung totalitären SED-Denkens darstellt. Es war ein Fehler, die SED 1990 nicht zu verbieten. Das ist nicht mehr zu ändern. Zu ändern ist hingegen, solches ideologisches Gift zu verharmlosen und so in den Blutkreislauf der parlamentarischen Demokratie zu injizieren. "

www.rnd.de/ ... /linkspartei-als-sed-erbe-enteignung-antisemitismus-und-staatsverachtung-TUAMYA2N2VFMFKL3CVRYIOEDNQ.html

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