Krieg gegen Gaza: Stiftung soll israelischen Plan umsetzen, Verteilung von Hilfsgütern im Küstenstreifen zu kontrollieren
Der israelische Plan, die Kon-trolle über die Verteilung von Hilfsgütern im Gazastreifen zu übernehmen, nimmt konkrete Formen an: Am Donnerstag veröffentlichte das regierungsnahe US-Nachrichtenportal Axios Dokumente der zu diesem Zweck gegründeten Gaza Humanitarian Foundation (GHF). In den Unterlagen, in denen sich GHF vorstellt, heißt es: »Die Umleitung von Hilfsgütern, Kampfhandlungen und der eingeschränkte Zugang haben verhindert, dass lebensrettende Hilfe die Menschen erreicht, für die sie bestimmt ist, und das Vertrauen der Geldgeber untergraben.« Davon, dass die israelische Armee seit über zwei Monaten jegliche Hilfslieferungen in den Gazastreifen blockiert und das Aushungern der Bevölkerung als Waffe einsetzt, ist in dem Dokument nichts zu finden. Statt dessen wird die Erzählung der israelischen Regierung wiederholt, die Hamas sei für den Hunger der Bevölkerung verantwortlich zu machen, weil sie Hilfslieferungen für eigene Zwecke missbraucht habe. Ein Vorwurf, den die palästinensische Organisation von sich gewiesen hat.
Der Krieg gegen die Zivilbevölkerung ist ja üblich geworden und gehört dazu.
Die Sowjetunion, heute Russland, kennt das auch. Die deutschen Invasoren belagerten vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 die Stadt Leningrad. Geschätzt verloren etwa 1,1 Millionen zivile Bewohner der Stadt wegen der Blockade ihr Leben, etwa 90 % dieser Opfer verhungerten.
Es ist erschreckend, wo sich Netanjahu seine Vorbilder sucht.
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Krieg gegen Gaza: Stiftung soll israelischen Plan umsetzen, Verteilung von Hilfsgütern im Küstenstreifen zu kontrollieren
Der israelische Plan, die Kon-trolle über die Verteilung von Hilfsgütern im Gazastreifen zu übernehmen, nimmt konkrete Formen an: Am Donnerstag veröffentlichte das regierungsnahe US-Nachrichtenportal Axios Dokumente der zu diesem Zweck gegründeten Gaza Humanitarian Foundation (GHF). In den Unterlagen, in denen sich GHF vorstellt, heißt es: »Die Umleitung von Hilfsgütern, Kampfhandlungen und der eingeschränkte Zugang haben verhindert, dass lebensrettende Hilfe die Menschen erreicht, für die sie bestimmt ist, und das Vertrauen der Geldgeber untergraben.« Davon, dass die israelische Armee seit über zwei Monaten jegliche Hilfslieferungen in den Gazastreifen blockiert und das Aushungern der Bevölkerung als Waffe einsetzt, ist in dem Dokument nichts zu finden. Statt dessen wird die Erzählung der israelischen Regierung wiederholt, die Hamas sei für den Hunger der Bevölkerung verantwortlich zu machen, weil sie Hilfslieferungen für eigene Zwecke missbraucht habe. Ein Vorwurf, den die palästinensische Organisation von sich gewiesen hat.
Der Krieg gegen die Zivilbevölkerung ist ja üblich geworden und gehört dazu.
Die Sowjetunion, heute Russland, kennt das auch. Die deutschen Invasoren belagerten vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 die Stadt Leningrad. Geschätzt verloren etwa 1,1 Millionen zivile Bewohner der Stadt wegen der Blockade ihr Leben, etwa 90 % dieser Opfer verhungerten.
Es ist erschreckend, wo sich Netanjahu seine Vorbilder sucht.
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