Die Europäer sollten weiter die Erde beobachten und Prestigeprojekte anderen überlassen.
»Man muss nicht exzentrisch sein wie Elon Musk, um eine Ausbreitung der Menschheit ins All als Perspektive in Betracht zu ziehen. Der Physiker Stephen Hawking ging sogar davon aus, dass unsere Spezies die Erde verlassen müsse, da es angesichts von Klimawandel, Epidemien und Überbevölkerung ungemütlich zu werden drohe. Und das innerhalb der nächsten hundert Jahre, wie er 2017 prognostizierte.
Doch es muss ja nicht gleich die Umsiedelung sein. Einen fremden Himmelskörper als erster Mensch zu betreten oder nach Jahrzehnten wieder zu betreten, hat noch immer etwas Faszinierendes und bedeutet gewaltiges Prestige für das dahinterstehende Land. Und nicht zuletzt wecken Ressourcen wie seltene Erden oder Helium-3 auf dem Mond Begehrlichkeiten.
Aber lohnt sich die Investition riesiger Summen dafür wirklich? Liegt die Lösung für irdische Probleme da draußen? Ist der potenzielle Nutzen es wert, beträchtliche Risiken einzugehen?
Liest man frühere Artikel, so sollten wir längst wieder auf dem Mond sein und dort gerade einen Außenposten sowie eine Startrampe für den Flug zum Mars errichten. Während eine Reise zum roten Planeten in absehbarer Zeit immer unwahrscheinlicher wird – zu groß die technischen Hürden, zu unabwägbar die Gefahren –, verschiebt sich auch die unter Federführung der Nasa angestrebte Rückkehr zum Mond, zuletzt auf 2028.
Der Erfolg von 1969 scheint schwieriger zu wiederholen als gedacht. Allerdings gibt die US-Regierung neuerdings Gas, um Menschen noch in der Amtszeit von Trump auf den Mond zu bringen – und vor China, neuer Konkurrent im Space Race und auch Hauptgegenspieler bei möglichen Konflikten um Rohstoffe.
Noch weit mehr als im Kalten Krieg vermischen sich beim heutigen „Artemis“-Mondprogramm Pioniergeist und Forscherdrang mit politischen und wirtschaftlichen Interessen. Ein für Außenstehende kaum zu durchblickender Komplex, der geprägt ist von Kehrtwenden und Rückschlägen. Dazu trägt auch bei, dass die Nasa für das Projekt die Mitwirkung von Unternehmen wie SpaceX und Blue Origin benötigt. Selbst ehemalige Nasa-Beschäftigte beklagten bereits die Intransparenz des Vorhabens, das rund 100 Milliarden Dollar kosten könnte.
Auch die ESA beteiligt sich mit einem Servicemodul für die NASA-Raumkapsel „Orion“ und der Landefähre „Argonaut“ zum Transport von Fracht, die Europa zudem einen unabhängigen Zugang zum Mond garantieren soll. Keine Frage: Wer nicht dabei ist, sollten andere den Erdtrabanten erforschen und erschließen, droht abgehängt zu werden. Doch so gut wie alle Pläne rund um den Mond sind mit Ungewissheiten behaftet. Für die ESA gilt es, den Spagat zu meistern, mit an Bord zu sein, ohne sich mitreißen zu lassen, und stattdessen ihre Beteiligung in einem klar abgesteckten Rahmen zu halten.
In der nächsten Woche werden bei der ESA-Ministerratskonferenz die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Nicht nur für Kommunikation und Mobilität, auch für Früherkennung von Naturkatastrophen und den Umgang mit dem Klimawandel sind weltraumgestützte Technologien längst unverzichtbar. Ihre weltweit führende Position auf dem Gebiet der Erdbeobachtung sollte die ESA festigen und die Themen Weltraumwetter und -müll weiter ausbauen, die beide die Infrastruktur auf der Erde bedrohen können. All das ist nützlich für die Menschheit. Damit es erst gar nicht so weit kommt wie von Stephen Hawking prophezeit.«
Frankfurter Rundschau, 21.11.2025
Die NASA will also schnell wieder auf den Mond. Noch ehe die Chinesen oben sind. Und dafür sammeln sie Geld ein.
Natürlich drängeln sich auch wieder die Deutschen vor. haben die einen, den sie auf den Mond schießen wollen?
Aber der Mond soll ja ausgebeutet werden und da kommt die ESA ins Spiel. Die soll ein Servicemodul für die NASA-Raumkapsel „Orion“ und der Landefähre „Argonaut“ zum Transport von Fracht bauen. dafür bekommen due Europäer eine Dauerfreikarte zum Besuch des Mondes, Europa soll einen unabhängigen Zugang zum Mond garantieren werden.
Also einfach mal eine Rakete mieten und hoch fliegen.
Es finden sich überall Löcher, in denen man Milliarden versenken kann.
Und auf der Erde schaffen die es nicht, einen Bahnhof zu bauen oder Brücken, die länger als 10 Jahre halten.
Die Europäer sollten weiter die Erde beobachten und Prestigeprojekte anderen überlassen.
»Man muss nicht exzentrisch sein wie Elon Musk, um eine Ausbreitung der Menschheit ins All als Perspektive in Betracht zu ziehen. Der Physiker Stephen Hawking ging sogar davon aus, dass unsere Spezies die Erde verlassen müsse, da es angesichts von Klimawandel, Epidemien und Überbevölkerung ungemütlich zu werden drohe. Und das innerhalb der nächsten hundert Jahre, wie er 2017 prognostizierte.
Doch es muss ja nicht gleich die Umsiedelung sein. Einen fremden Himmelskörper als erster Mensch zu betreten oder nach Jahrzehnten wieder zu betreten, hat noch immer etwas Faszinierendes und bedeutet gewaltiges Prestige für das dahinterstehende Land. Und nicht zuletzt wecken Ressourcen wie seltene Erden oder Helium-3 auf dem Mond Begehrlichkeiten.
Aber lohnt sich die Investition riesiger Summen dafür wirklich? Liegt die Lösung für irdische Probleme da draußen? Ist der potenzielle Nutzen es wert, beträchtliche Risiken einzugehen?
Liest man frühere Artikel, so sollten wir längst wieder auf dem Mond sein und dort gerade einen Außenposten sowie eine Startrampe für den Flug zum Mars errichten. Während eine Reise zum roten Planeten in absehbarer Zeit immer unwahrscheinlicher wird – zu groß die technischen Hürden, zu unabwägbar die Gefahren –, verschiebt sich auch die unter Federführung der Nasa angestrebte Rückkehr zum Mond, zuletzt auf 2028.
Der Erfolg von 1969 scheint schwieriger zu wiederholen als gedacht. Allerdings gibt die US-Regierung neuerdings Gas, um Menschen noch in der Amtszeit von Trump auf den Mond zu bringen – und vor China, neuer Konkurrent im Space Race und auch Hauptgegenspieler bei möglichen Konflikten um Rohstoffe.
Noch weit mehr als im Kalten Krieg vermischen sich beim heutigen „Artemis“-Mondprogramm Pioniergeist und Forscherdrang mit politischen und wirtschaftlichen Interessen. Ein für Außenstehende kaum zu durchblickender Komplex, der geprägt ist von Kehrtwenden und Rückschlägen. Dazu trägt auch bei, dass die Nasa für das Projekt die Mitwirkung von Unternehmen wie SpaceX und Blue Origin benötigt. Selbst ehemalige Nasa-Beschäftigte beklagten bereits die Intransparenz des Vorhabens, das rund 100 Milliarden Dollar kosten könnte.
Auch die ESA beteiligt sich mit einem Servicemodul für die NASA-Raumkapsel „Orion“ und der Landefähre „Argonaut“ zum Transport von Fracht, die Europa zudem einen unabhängigen Zugang zum Mond garantieren soll. Keine Frage: Wer nicht dabei ist, sollten andere den Erdtrabanten erforschen und erschließen, droht abgehängt zu werden. Doch so gut wie alle Pläne rund um den Mond sind mit Ungewissheiten behaftet. Für die ESA gilt es, den Spagat zu meistern, mit an Bord zu sein, ohne sich mitreißen zu lassen, und stattdessen ihre Beteiligung in einem klar abgesteckten Rahmen zu halten.
In der nächsten Woche werden bei der ESA-Ministerratskonferenz die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Nicht nur für Kommunikation und Mobilität, auch für Früherkennung von Naturkatastrophen und den Umgang mit dem Klimawandel sind weltraumgestützte Technologien längst unverzichtbar. Ihre weltweit führende Position auf dem Gebiet der Erdbeobachtung sollte die ESA festigen und die Themen Weltraumwetter und -müll weiter ausbauen, die beide die Infrastruktur auf der Erde bedrohen können. All das ist nützlich für die Menschheit. Damit es erst gar nicht so weit kommt wie von Stephen Hawking prophezeit.«
Frankfurter Rundschau, 21.11.2025
Die NASA will also schnell wieder auf den Mond. Noch ehe die Chinesen oben sind. Und dafür sammeln sie Geld ein.
Natürlich drängeln sich auch wieder die Deutschen vor. haben die einen, den sie auf den Mond schießen wollen?
Aber der Mond soll ja ausgebeutet werden und da kommt die ESA ins Spiel. Die soll ein Servicemodul für die NASA-Raumkapsel „Orion“ und der Landefähre „Argonaut“ zum Transport von Fracht bauen. dafür bekommen due Europäer eine Dauerfreikarte zum Besuch des Mondes, Europa soll einen unabhängigen Zugang zum Mond garantieren werden.
Also einfach mal eine Rakete mieten und hoch fliegen.
Es finden sich überall Löcher, in denen man Milliarden versenken kann.
Und auf der Erde schaffen die es nicht, einen Bahnhof zu bauen oder Brücken, die länger als 10 Jahre halten.