Von Feierabend-Mitglied
Montag 25.11.2024, 10:05 – geändert Montag 25.11.2024, 10:09
Dieser Tag gilt der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.
Es ist ein am 25. November jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen.
Insgesamt gesehen, geht es den Frauen heute ungleich besser als noch vor einigen Jahrzehnten.
Zum Glück!
Es hat sich inzwischen schon viel zum Positiven hin verändert; leider leiden immer noch zu viele Mädchen und Frauen unter Gewalt.
Auch in Deutschland.
Gewalt gegen Frauen war auch in Deutschland immer schon ein heftiges Problem, das in großen Teilen jedoch nicht als solches angesehen wurde.
Niemand soll nun so tun, als sei dieses Problem hier neu oder gar, wie von Großmäulern gern verbreitet, ein Phänomen, das Ausländer in unser Land importieren mussten.
Dafür brauchten Deutsche niemals Ausländer, keine Migranten.
"Weit verbreitet und kaum beachtet, bagatellisiert oder sogar toleriert war vor allem häusliche Gewalt. In vielen Gesellschaften galt die Autorität eines Ehemannes über seine Frau als selbstverständlich.
In den Ländern des Deutschen Bundes sowie vielen Teil wurden Europas und Nordamerikas gab es zu dieser Zeit keine spezifischen Gesetze, die Gewalt in der Ehe explizit verurteilten oder bestraften; rechtlicher Schutz gegen Misshandlungen in der Ehe war kaum gegeben.
Ganz im Gegenteil wurde den Männern sogar ein gewisses Recht auf Gewalt bzw. „Züchtigung“ in der Ehe zugeschrieben. Auch andere rechtliche Bedingungen, wie etwa die Geschlechtsvormundschaft verringerten den Schutz der Frauen vor gewalttätigen Ehemännern. Auch außerhalb des eigenen Heims waren Frauen des 19. Jahrhunderts massiv von sexueller Gewalt bedroht.
Betroffene wurden oft stigmatisiert oder beschuldigt, die Tat provoziert zu haben. Möglichkeiten, Gerechtigkeit zu finden, gab es kaum.
Die prekäre Arbeitssituation von Frauen damals verschärfte die Problematik: Die wirtschaftliche Situation zwang viele im 19. Jahrhundert in die Prostitution. Dadurch erhöhte sich das Risiko von Gewalt, sexuellen Übergriffen und Ausbeutung enorm.
Dass eine Frau überhaupt arbeitet, passte nicht zu den gesellschaftlichen Normen der Zeit. Als Ehefrau und Mutter hatte sie das Heim zu bereiten. Für Frauen der unteren Gesellschaftsschichten war das jedoch keine Option. Ihnen blieb keine andere Wahl, als zu arbeiten. Aufgrund von Berufsverboten standen ihnen zu dieser Zeit jedoch nicht viele Berufe offen. Viele arbeiteten in Fabriken, Arbeits- und Werkstätten unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen und verdienten dabei nur einen Bruchteil der Löhne der Männer."
In ihrem 1852❗️ in drei Bänden erschienene Roman "Cäcilie Telville“ behandelte Louise Otto-Peters das damalige Tabuthema der Gewalt gegen Frauen und fasste zusammen:
„Die Männer sind nicht die Beschützer der Frauen, sie sind ihre Verfolger, und gerade gegen sie ist Schutz vonnöten […].
In ihrem Buch Genius der Menschheit schreibt sie 1870 weiter, man müsse
„auch auf die zahllosen unglücklichen (Ehen) blicken, in welchen die natürlichen Beschützer der Frauen, die Väter, die Gatten, Brüder – zuweilen auch gar Söhne – deren Tyrannen und Bedrücker geworden sind, so zwar, dass eben gegen s i e die Frauen eines Schutzes bedürfen, den sie aber fast nirgends und gesetzlich nur dann finden, wenn die Tyrannei den äußersten Grad erreicht hat – d.h., wenn der Mann das Recht des Stärkeren so weit mißbraucht, dass er seine Frau blutig geschlagen, oder sie doch sichtbare Verletzungen davon getragen hat.
Die väterliche und eheliche Gewalt, welche die Gesetze in Deutschland den Männern einräumen, ist eine fast unumschränkte. […] Wo die Verhältnisse so entartet sind, daß die Frau selbst in der Familie keinen Schutz findet, sondern sogar oft in die Lage kommt, daß sie g e g e n sie beschützt sein möchte, da kann man auch darauf schließen, welche Gefahren sie erst a u ß e r h a l b derselben preisgegeben ist! Wenn der Mann d i e Frau, die ihm am nächsten steht in der Welt, die Mutter seiner Kinder, nicht achtet – welche Achtung wird der da vor d e n Frauen empfinden, die ihm ferne stehen, ja wird es nicht nöthig sein, statt für sie um seinen Schutz zu bitten, nur darauf bedacht zu sein, die Frauen überhaupt vor den Männern zu beschützen?“
Louise Otto-Peters steht repräsentativ für die vielen mutigen Menschen, nicht nur Frauen, denen wir es zu verdanken haben, dass die Lage heute für Frauen ungleich besser ist als zu damaligen Zeiten.
Alle bekannten Namen zu erwähnen, würde den Rahmen hier sprengen.
Ich zähle auch Alice Schwarzer dazu, die sich leider durch ihre letzten politischen Aktionen meiner Meinung nach, geschadet hat.
Das hätte sie vermeiden können.
"Louise Otto-Peters (auch Luise Otto-Peters, Pseudonyme Otto Stern, Malvine von Steinau; * 26. März 1819 in Meißen; † 13. März 1895 in Leipzig) war eine sozialkritische Schriftstellerin, Demokratin und eine Mitbegründerin der bürgerlichen deutschen Frauenbewegung."
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Dieser Tag gilt der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.
Es ist ein am 25. November jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen.
Insgesamt gesehen, geht es den Frauen heute ungleich besser als noch vor einigen Jahrzehnten.
Zum Glück!
Es hat sich inzwischen schon viel zum Positiven hin verändert; leider leiden immer noch zu viele Mädchen und Frauen unter Gewalt.
Auch in Deutschland.
Gewalt gegen Frauen war auch in Deutschland immer schon ein heftiges Problem, das in großen Teilen jedoch nicht als solches angesehen wurde.
Niemand soll nun so tun, als sei dieses Problem hier neu oder gar, wie von Großmäulern gern verbreitet, ein Phänomen, das Ausländer in unser Land importieren mussten.
Dafür brauchten Deutsche niemals Ausländer, keine Migranten.
"Weit verbreitet und kaum beachtet, bagatellisiert oder sogar toleriert war vor allem häusliche Gewalt. In vielen Gesellschaften galt die Autorität eines Ehemannes über seine Frau als selbstverständlich.
In den Ländern des Deutschen Bundes sowie vielen Teil wurden Europas und Nordamerikas gab es zu dieser Zeit keine spezifischen Gesetze, die Gewalt in der Ehe explizit verurteilten oder bestraften; rechtlicher Schutz gegen Misshandlungen in der Ehe war kaum gegeben.
Ganz im Gegenteil wurde den Männern sogar ein gewisses Recht auf Gewalt bzw. „Züchtigung“ in der Ehe zugeschrieben. Auch andere rechtliche Bedingungen, wie etwa die Geschlechtsvormundschaft verringerten den Schutz der Frauen vor gewalttätigen Ehemännern. Auch außerhalb des eigenen Heims waren Frauen des 19. Jahrhunderts massiv von sexueller Gewalt bedroht.
Betroffene wurden oft stigmatisiert oder beschuldigt, die Tat provoziert zu haben. Möglichkeiten, Gerechtigkeit zu finden, gab es kaum.
Die prekäre Arbeitssituation von Frauen damals verschärfte die Problematik: Die wirtschaftliche Situation zwang viele im 19. Jahrhundert in die Prostitution. Dadurch erhöhte sich das Risiko von Gewalt, sexuellen Übergriffen und Ausbeutung enorm.
Dass eine Frau überhaupt arbeitet, passte nicht zu den gesellschaftlichen Normen der Zeit. Als Ehefrau und Mutter hatte sie das Heim zu bereiten. Für Frauen der unteren Gesellschaftsschichten war das jedoch keine Option. Ihnen blieb keine andere Wahl, als zu arbeiten. Aufgrund von Berufsverboten standen ihnen zu dieser Zeit jedoch nicht viele Berufe offen. Viele arbeiteten in Fabriken, Arbeits- und Werkstätten unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen und verdienten dabei nur einen Bruchteil der Löhne der Männer."
In ihrem 1852❗️ in drei Bänden erschienene Roman "Cäcilie Telville“ behandelte Louise Otto-Peters das damalige Tabuthema der Gewalt gegen Frauen und fasste zusammen:
„Die Männer sind nicht die Beschützer der Frauen, sie sind ihre Verfolger, und gerade gegen sie ist Schutz vonnöten […].
In ihrem Buch Genius der Menschheit schreibt sie 1870 weiter, man müsse
„auch auf die zahllosen unglücklichen (Ehen) blicken, in welchen die natürlichen Beschützer der Frauen, die Väter, die Gatten, Brüder – zuweilen auch gar Söhne – deren Tyrannen und Bedrücker geworden sind, so zwar, dass eben gegen s i e die Frauen eines Schutzes bedürfen, den sie aber fast nirgends und gesetzlich nur dann finden, wenn die Tyrannei den äußersten Grad erreicht hat – d.h., wenn der Mann das Recht des Stärkeren so weit mißbraucht, dass er seine Frau blutig geschlagen, oder sie doch sichtbare Verletzungen davon getragen hat.
Die väterliche und eheliche Gewalt, welche die Gesetze in Deutschland den Männern einräumen, ist eine fast unumschränkte. […] Wo die Verhältnisse so entartet sind, daß die Frau selbst in der Familie keinen Schutz findet, sondern sogar oft in die Lage kommt, daß sie g e g e n sie beschützt sein möchte, da kann man auch darauf schließen, welche Gefahren sie erst a u ß e r h a l b derselben preisgegeben ist! Wenn der Mann d i e Frau, die ihm am nächsten steht in der Welt, die Mutter seiner Kinder, nicht achtet – welche Achtung wird der da vor d e n Frauen empfinden, die ihm ferne stehen, ja wird es nicht nöthig sein, statt für sie um seinen Schutz zu bitten, nur darauf bedacht zu sein, die Frauen überhaupt vor den Männern zu beschützen?“
Gewalt gegen Frauen
www.louiseottopeters-gesellschaft.de
Louise Otto-Peters steht repräsentativ für die vielen mutigen Menschen, nicht nur Frauen, denen wir es zu verdanken haben, dass die Lage heute für Frauen ungleich besser ist als zu damaligen Zeiten.
Alle bekannten Namen zu erwähnen, würde den Rahmen hier sprengen.
Ich zähle auch Alice Schwarzer dazu, die sich leider durch ihre letzten politischen Aktionen meiner Meinung nach, geschadet hat.
Das hätte sie vermeiden können.
"Louise Otto-Peters (auch Luise Otto-Peters, Pseudonyme Otto Stern, Malvine von Steinau; * 26. März 1819 in Meißen; † 13. März 1895 in Leipzig) war eine sozialkritische Schriftstellerin, Demokratin und eine Mitbegründerin der bürgerlichen deutschen Frauenbewegung."
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