Von Feierabend-Mitglied
Samstag 05.11.2022, 16:31 – geändert Samstag 05.11.2022, 16:34
mit den ohnehin schon sehr hohen Lebenshaltungskosten und Regale können auch aus anderen als den bisher bekannten Gründen leer bleiben.
"Ab Februar 2023 treten in München erste Diesel-Fahrverbote auf und innerhalb des Mittleren Rings in Kraft. Grund sind die hohen Schadstoffwerte. Was bisher bekannt ist - und für wen Ausnahmen gelten sollen.
München verschärft ab 2023 die Regeln für die sogenannte Umweltzone. Erstens wird der Mittlere Ring in die Umweltzone mit aufgenommen und zweitens kommen Fahrverbote: Ab Februar dürfen Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 4 nicht mehr in der Zone fahren, und wenn die Werte dann immer noch zu hoch sind, dürfen ab Oktober 2023 auch die Euro-5-Diesel nicht mehr in der Umweltzone fahren.
EU droht mit eine Million Euro Strafe - pro Tag
Bisher sollen noch Ausnahmen für Anwohner und den Lieferverkehr gelten. Diese Ausnahmen könnten aber zum 1. April 2024 fallen, wenn die Fahrverbote bis dahin nicht genug gebracht haben.
Der Grund für die Verschärfung: Die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO₂) ist zum Beispiel an der Landshuter Allee trotz Verbesserungen immer noch zu hoch: Im vergangenen Jahr waren es im Schnitt 51 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft auf der Landshuter Allee. Erlaubt sind aber nur 40. Die EU droht der Stadt München nun mit Strafzahlungen von einer Million Euro am Tag.
ADAC: Neuanschaffung von schadstoffarmem Auto schwierig
Der ADAC Südbayern beklagt, dass die Verschärfung so plötzlich kommt. Wer in seinem Fahrzeugschein feststellt, dass er einen Euro-4-Diesel fährt, aber regelmäßig in die Münchner Umweltzone muss, der habe kaum Chancen, rechtzeitig Ersatz für sein Auto zu bekommen: Der Gebrauchtmarkt sei leergefegt und bei Neuwagen gebe es lange Lieferzeiten.
Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern rät den Autofahrern deshalb, das Auto wenn möglich am Stadtrand stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu fahren.
ADAC: Nachrüsten auf höhere Schadstoffklasse sinnlos
Kreipl gibt aber schon zu, dass die Schadstoffemissionen bei einem Diesel der Klasse Euro 5 und vor allem Euro 6 deutlich niedriger sind als beim Euro 4. Eine Nachrüstung aber mache keinen Sinn: Auf Euro 5 nachzurüsten würde vielleicht noch gehen, das sei aber im Oktober 2023 vielleicht schon wieder hinfällig, falls die zweite Verschärfung kommt. Und auf Euro 6 könne man seines Wissens nicht nachrüsten.
Kreipl bedauert die Verschärfung vor allem wegen der hunderttausenden Pendler, die jeden Tag nach München müssen. Es gibt jeden Tag 700.000 Pendlerbewegungen in und um München.
Verschärfung für Handwerker viel zu kurzfristig
Für die Handwerker stellt die Verschärfung eine unerwartete Belastung dar, sagt Franz-Xaver Peteranderl von der Handwerkskammer München und Oberbayern. Sie hätten ihre Fuhrparks mit meist großen Dieselfahrzeugen langfristig geplant und könnten sich so schnell keine neuen Fahrzeuge besorgen, schon allein weil die Lieferzeiten so lang sind.
Peteranderl fürchtet, dass Handwerker dann Aufträge in München gar nicht mehr annehmen oder dass Regale in Geschäften auch mal leer bleiben. Er kritisiert, dass die Verschärfung der Umweltzone ausgerechnet jetzt komme, wo die Betriebe durch hohe Energiepreise und die Ausfälle bei der Corona-Pandemie besonders getroffen sind."
mit den ohnehin schon sehr hohen Lebenshaltungskosten und Regale können auch aus anderen als den bisher bekannten Gründen leer bleiben.
"Ab Februar 2023 treten in München erste Diesel-Fahrverbote auf und innerhalb des Mittleren Rings in Kraft. Grund sind die hohen Schadstoffwerte. Was bisher bekannt ist - und für wen Ausnahmen gelten sollen.
München verschärft ab 2023 die Regeln für die sogenannte Umweltzone. Erstens wird der Mittlere Ring in die Umweltzone mit aufgenommen und zweitens kommen Fahrverbote: Ab Februar dürfen Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 4 nicht mehr in der Zone fahren, und wenn die Werte dann immer noch zu hoch sind, dürfen ab Oktober 2023 auch die Euro-5-Diesel nicht mehr in der Umweltzone fahren.
EU droht mit eine Million Euro Strafe - pro Tag
Bisher sollen noch Ausnahmen für Anwohner und den Lieferverkehr gelten. Diese Ausnahmen könnten aber zum 1. April 2024 fallen, wenn die Fahrverbote bis dahin nicht genug gebracht haben.
Der Grund für die Verschärfung: Die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO₂) ist zum Beispiel an der Landshuter Allee trotz Verbesserungen immer noch zu hoch: Im vergangenen Jahr waren es im Schnitt 51 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft auf der Landshuter Allee. Erlaubt sind aber nur 40. Die EU droht der Stadt München nun mit Strafzahlungen von einer Million Euro am Tag.
ADAC: Neuanschaffung von schadstoffarmem Auto schwierig
Der ADAC Südbayern beklagt, dass die Verschärfung so plötzlich kommt. Wer in seinem Fahrzeugschein feststellt, dass er einen Euro-4-Diesel fährt, aber regelmäßig in die Münchner Umweltzone muss, der habe kaum Chancen, rechtzeitig Ersatz für sein Auto zu bekommen: Der Gebrauchtmarkt sei leergefegt und bei Neuwagen gebe es lange Lieferzeiten.
Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern rät den Autofahrern deshalb, das Auto wenn möglich am Stadtrand stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu fahren.
ADAC: Nachrüsten auf höhere Schadstoffklasse sinnlos
Kreipl gibt aber schon zu, dass die Schadstoffemissionen bei einem Diesel der Klasse Euro 5 und vor allem Euro 6 deutlich niedriger sind als beim Euro 4. Eine Nachrüstung aber mache keinen Sinn: Auf Euro 5 nachzurüsten würde vielleicht noch gehen, das sei aber im Oktober 2023 vielleicht schon wieder hinfällig, falls die zweite Verschärfung kommt. Und auf Euro 6 könne man seines Wissens nicht nachrüsten.
Kreipl bedauert die Verschärfung vor allem wegen der hunderttausenden Pendler, die jeden Tag nach München müssen. Es gibt jeden Tag 700.000 Pendlerbewegungen in und um München.
Verschärfung für Handwerker viel zu kurzfristig
Für die Handwerker stellt die Verschärfung eine unerwartete Belastung dar, sagt Franz-Xaver Peteranderl von der Handwerkskammer München und Oberbayern. Sie hätten ihre Fuhrparks mit meist großen Dieselfahrzeugen langfristig geplant und könnten sich so schnell keine neuen Fahrzeuge besorgen, schon allein weil die Lieferzeiten so lang sind.
Peteranderl fürchtet, dass Handwerker dann Aufträge in München gar nicht mehr annehmen oder dass Regale in Geschäften auch mal leer bleiben. Er kritisiert, dass die Verschärfung der Umweltzone ausgerechnet jetzt komme, wo die Betriebe durch hohe Energiepreise und die Ausfälle bei der Corona-Pandemie besonders getroffen sind."
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