Tödliche Schüsse bei Grenzkontrolle in Bayern. Bundespolizeipräsident kontert GdP. Kritik aus Frankreich und Tschechien
Vor drei Wochen ordnete der neue Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Verschärfung der Grenzkontrollen an. Seitdem reißt die Debatte über die Sinnhaftigkeit und die Konsequenzen dieser Maßnahme nicht ab. Für zusätzliche Brisanz sorgte am Wochenende ein tödlicher Zwischenfall bei einer Kontrolle an der Grenze zu Tschechien. Im oberfränkischen Schirnding wollten Bundespolizisten einen Autofahrer kontrollieren. Wie die Polizei mitteilte, sei der Mann zu Fuß geflüchtet und habe auf die Beamten geschossen. Diese hätten das Feuer erwidert und ihn tödlich verletzt. Weitere Angaben machte die Polizei nicht.
Von Verständnis für die intensivierten Grenzkontrollen, das der Chef der Bundespolizei bei den Nachbarländern erkannt haben will, ist bei der tschechischen Regierung eher wenig zu sehen. So forderte Innenminister Vít Rakušan von seinem deutschen Amtskollegen eine baldige Rückkehr zu den Schengen-Grundsätzen der Reisefreiheit ohne Binnengrenzkontrollen.
Auch Frankreich will offenbar die Zurückweisungen an den deutschen Grenzen nicht unwidersprochen hinnehmen. Die französische Botschaft wurde laut Diplomaten in Berlin im Innenministerium und im Auswärtigen Amt vorstellig. Sie habe »schriftlich um Einordnung gebeten«, berichtete der Spiegel.
Der für Migration zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner aus Österreich hatte dagegen Verständnis für das deutsche Vorgehen gezeigt.
Jetzt muss ein durchgehender Zaun und ein Minenfeld her.
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Tödliche Schüsse bei Grenzkontrolle in Bayern. Bundespolizeipräsident kontert GdP. Kritik aus Frankreich und Tschechien
Vor drei Wochen ordnete der neue Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Verschärfung der Grenzkontrollen an. Seitdem reißt die Debatte über die Sinnhaftigkeit und die Konsequenzen dieser Maßnahme nicht ab. Für zusätzliche Brisanz sorgte am Wochenende ein tödlicher Zwischenfall bei einer Kontrolle an der Grenze zu Tschechien. Im oberfränkischen Schirnding wollten Bundespolizisten einen Autofahrer kontrollieren. Wie die Polizei mitteilte, sei der Mann zu Fuß geflüchtet und habe auf die Beamten geschossen. Diese hätten das Feuer erwidert und ihn tödlich verletzt. Weitere Angaben machte die Polizei nicht.
Von Verständnis für die intensivierten Grenzkontrollen, das der Chef der Bundespolizei bei den Nachbarländern erkannt haben will, ist bei der tschechischen Regierung eher wenig zu sehen. So forderte Innenminister Vít Rakušan von seinem deutschen Amtskollegen eine baldige Rückkehr zu den Schengen-Grundsätzen der Reisefreiheit ohne Binnengrenzkontrollen.
Auch Frankreich will offenbar die Zurückweisungen an den deutschen Grenzen nicht unwidersprochen hinnehmen. Die französische Botschaft wurde laut Diplomaten in Berlin im Innenministerium und im Auswärtigen Amt vorstellig. Sie habe »schriftlich um Einordnung gebeten«, berichtete der Spiegel.
Der für Migration zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner aus Österreich hatte dagegen Verständnis für das deutsche Vorgehen gezeigt.
Jetzt muss ein durchgehender Zaun und ein Minenfeld her.
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