Das Parlament ist weiterhin hinter einer Metallabsperrung verschanzt. Die Staatsgewalt jedoch ist um unauffällige Präsenz bemüht – niemand soll sich provoziert fühlen. Schließlich kommen viele Bürger der Stadt nur, um den mittlerweile im Lichterglanz strahlenden Weihnachtsbaum vor dem Eingang zu bestaunen. Die Zahl der Pro-EU-Demonstranten, die sich allabendlich versammeln, stagniert. Der Zorn, der sich zunächst in Pyrotechnikgewittern entladen hatte, dann auf »Hurensöhne«-Rufe gegen Polizeiketten herunterkochte, ist gegenwärtig fast nur noch durch die stummen Manifestationen der zahlreichen Graffitis mit Parolen gegen das »faschistische Russland« zu vernehmen.
Geht dem Protest tatsächlich die Luft aus oder verhält man sich dort über die Weihnachtstage ruhig, man weiß es nicht.
Zu wünschen wäre es dem Land, dass endlich Ruhe einkehrt.
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Geht dem Protest tatsächlich die Luft aus oder verhält man sich dort über die Weihnachtstage ruhig, man weiß es nicht.
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