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Geht der chinesische Plan auf?

Von ehemaliges Mitglied Donnerstag 31.03.2022, 18:28

China wähnt sich z.Z. als lachender Dritter des Ukrainekrieges.
Sie wollen es mit den westlichen Staaten nicht verscherzen, damit ihre Exporte am laufen gehalten werden.
Andererseits pflegen sie freundschaftliche Beziehungen mit Russland, dessen Aggression in der Ukraine stört sie nicht besonders, man will sich Russland als Energielieferanten warmhalten und sieht sich als Systembruder (Diktatur) im Geiste.

M.E. führt das lavieren zwischen den "Blöcken" zu Problemen - sie werden sich entscheiden müssen.

Die 2 größten Problemkreise weltweit sind aktuell die Corona-Pandemie und der Ukrainekrieg.

Mit ihrer Corona-Strategie geht China einen Sonderweg, der anfänglich zu gelingen schien. Mit zunehmender Zeitdauer zeigt sich, dass die Null-Covid-Politik nicht von Erfolg gekrönt ist, es gibt doch immer wieder Corona-Ausbrüche in China. Wenn dann jedes mal zur Eindämmung ganze Regionen/Wirtschaftszonen abgeriegelt werden, schadet es ihrer Produktion und noch schlimmer, der Warenabtransport/Export kommt gehörig ins stocken.
China ist jedoch auf ein gehöriges jährliches Wirtschaftswachstum angewiesen, nachdem die Führung das der Bevölkerung unisono verspricht.
Dieses große Herunterfahren der wirtschaftlichen Aktivitäten haben wir jetzt zweimal gesehen - wieviel mal steht es noch an? Das angepeilte Wirtschaftswachstum wird so nicht erreicht. Die westlichen Staaten mit ihren moderaten Corona-Einschränkungen haben weniger wirtschaftliche Rückgänge.

Der Ukrainekrieg hat den Westen zusammengeschweißt - hier funktionieren die Lieferketten untereinander. China ist aktuell ganz auf den Seeweg angewiesen, der Schienenweg (transsibirische Eisenbahnlinie) ist durch den Krieg unterbrochen, ganz zu schweigen von dem chinesischen Traum der neuen Seidenstraße. Der lange Transportweg ist also verletzlich. Europa und die USA besinnen sich wieder auf Produktion vor Ort mit kurzen Wegen.

Der globale Handel, der China wie keinem Land der Welt in die Karten spielt, wird ausgebremst. Das ist natürlich eine Entwicklung, die erst in einigen Jahren voll zum Tragen kommt, aber die ersten Anzeichen des Besinnens auf regionalere Strukturen zeichnen sich ab.

Auch wird China bei einer Hungerkatastrophe in den Entwicklungsländern (hauptsächlich Afrika), infolge der ausbleibenden Weizenlieferungen aus der Ukraine und damit einhergehenden, großen Teuerungen nicht helfen können.
Da hilft es den Chinesen auch nicht, mit den Fingern auf die USA, als Verursacher, zu zeigen, wie sie es sonst machen - wer der Verursacher ist, leuchtet überall auf der Welt ein.

Wenn sich China nicht für die Kooperation mit den westlichen Ländern entscheidet, werden sie mittel- und langfristig auf ihren Produkten sitzenbleiben, Russland kann diese gewaltigen Ausfälle nicht kompensieren.



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