"Washington – Wurde die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA im Jahr 2016 durch Russland beeinflusst? Hinweise, die offenbar das nahelegen, hat der US-amerikanische Geheimdienst gemeinsam mit seinen Nato-Verbündeten gesammelt. Doch die geheimen Dokumente sind seit Trumps Ausscheiden aus dem Amt verschwunden, wie der Nachrichtensender CNN nun berichtet.
Mehrere Aktionen um Russland-Dokumente in letzter Sekunde
Es soll sich um eine ganze Datensammlung handeln, die in einem Ordner gebündelt wurde. Dieser soll unter anderem Informationen über russische Geheimagenten beinhalten. In den letzten Tagen von Trumps-Präsidentschaft wurde der Ordner laut den Quellen von CNN noch im Weißen Haus gesehen. Der Politiker der Republikaner habe am letzten Tag als Präsident sogar noch angeordnet, die Dokumente für die Öffentlichkeit freizugeben. Er ließ sich trotz der eindringlichen Warnungen aus Sicherheitskreisen nicht von seiner Idee abbringen.
Mitarbeiter der Republikaner hatten daraufhin die Unterlagen durchforstet und geschwärzt. Die als geheim eingestuften Unterlagen sollten dann großflächig in Washington an Parteifreunde und Journalisten weitergegeben werden. Mark Meadows, zu der Zeit Trumps Stabschef im Weißen Haus, hatte die Obhut über die Arbeiten.
Die Spur der Dokumente verliert sich im Weißen Haus
Doch das Projekt geriet schnell ins Stocken. Anwälte des Weißen Hauses forderten weitere Schwärzungen. Die bereits verschickten Exemplare mussten schnell zurückgeholt werden.
Am 20. Januar 2021 überschlugen sich dann offenbar die Ereignisse. Meadows sei wenige Minuten vor Joe Bidens Amtseinführung ins Justizministerium geeilt. Er habe eine Version der Dokumente mit weitreichenderen Schwärzungen zur Freigabe vorlegen wollen. Im Anschluss sind zwar einzelne geschwärzte Dokumente ins Nationalarchiv verbracht worden. Doch von den Originalen fehlt seitdem jede Spur.
Der Ordner wird an einem nicht näher spezifizierten Ort vermutet. Denn eine Sache ist klar: Als das FBI im August des vergangenen Jahres Trumps Urlaubsresidenz in Mar-a-Lago (Florida) durchsuchte, standen die Geheimdienstdokumente nicht auf der Liste der Objekte, die die Beamten dort finden sollten.
Mitarbeiterin belastet Trumps Stabschef Meadows
Cassidy Hutchinson macht Meadows, ihren ehemaligen Vorgesetzten, für das Verschwinden des Ordners verantwortlich. Sie hat ihn bei einer Anhörung durch den Kongress belastet: „Ich bin mir fast sicher, dass es mit Mr. Meadows nach Hause gegangen ist“, sagte Hutchinson laut dem Protokoll der Anhörung. „Der Ordner wurde nie zurückgegeben und er hat unser Büro nie verlassen, um intern irgendwohin gebracht zu werden. Er blieb die meiste Zeit über in unserem Tresor im Büro.“
Sie erklärt weiter: „Aber er war am letzten Tag auch nicht im Tresor. Ich habe noch einmal nachgesehen, um sicherzugehen, dass wir nichts drin haben.“ Meadows habe die Dokumente mitgenommen. Die Anwälte des Beschuldigten streiten die Vorwürfe ab. Ebenso wenig trägt seine Seite zur Frage nach dem Verbleibt des Ordners bei.
Neuer Druck auf Trump: Offizielle Stellen wollen sich nicht zu Stand äußern
CNN hörte sich an verschiedenen Stellen zum aktuellen Stand der Untersuchungen um. Die offiziellen Behörden und öffentlichen Einrichtungen CIA, FBI, der Geheimdienstausschuss im Senat, der Direktor des Nationalen Geheimdienstes sowie das Nationalarchiv äußerten sich nicht zu den Recherchen. Auch Hutchinsons Anwalt nahm das Angebot, Stellung zu beziehen, nicht an. Die Trump-Seite antwortete nicht auf die Anfrage. Der ehemalige US-Präsident ist in diesem Jahr sogar angeklagt worden, weil er geheime Militärinformationen aus dem Amt mitgenommen habe.
Schon 2017 hatten US-Geheimdienste öffentlich gemacht, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Einflusskampagne angeordnet habe, um Hilary Clinton zu schaden. Sie war damals Trumps-Gegenkandidatin. Es wurden offenbar verdeckte Cyberaktivitäten gefahren, um Trump zum Wahlsieg zu verhelfen. "
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"Washington – Wurde die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA im Jahr 2016 durch Russland beeinflusst? Hinweise, die offenbar das nahelegen, hat der US-amerikanische Geheimdienst gemeinsam mit seinen Nato-Verbündeten gesammelt. Doch die geheimen Dokumente sind seit Trumps Ausscheiden aus dem Amt verschwunden, wie der Nachrichtensender CNN nun berichtet.
Mehrere Aktionen um Russland-Dokumente in letzter Sekunde
Es soll sich um eine ganze Datensammlung handeln, die in einem Ordner gebündelt wurde. Dieser soll unter anderem Informationen über russische Geheimagenten beinhalten. In den letzten Tagen von Trumps-Präsidentschaft wurde der Ordner laut den Quellen von CNN noch im Weißen Haus gesehen. Der Politiker der Republikaner habe am letzten Tag als Präsident sogar noch angeordnet, die Dokumente für die Öffentlichkeit freizugeben. Er ließ sich trotz der eindringlichen Warnungen aus Sicherheitskreisen nicht von seiner Idee abbringen.
Mitarbeiter der Republikaner hatten daraufhin die Unterlagen durchforstet und geschwärzt. Die als geheim eingestuften Unterlagen sollten dann großflächig in Washington an Parteifreunde und Journalisten weitergegeben werden. Mark Meadows, zu der Zeit Trumps Stabschef im Weißen Haus, hatte die Obhut über die Arbeiten.
Die Spur der Dokumente verliert sich im Weißen Haus
Doch das Projekt geriet schnell ins Stocken. Anwälte des Weißen Hauses forderten weitere Schwärzungen. Die bereits verschickten Exemplare mussten schnell zurückgeholt werden.
Am 20. Januar 2021 überschlugen sich dann offenbar die Ereignisse. Meadows sei wenige Minuten vor Joe Bidens Amtseinführung ins Justizministerium geeilt. Er habe eine Version der Dokumente mit weitreichenderen Schwärzungen zur Freigabe vorlegen wollen. Im Anschluss sind zwar einzelne geschwärzte Dokumente ins Nationalarchiv verbracht worden. Doch von den Originalen fehlt seitdem jede Spur.
Der Ordner wird an einem nicht näher spezifizierten Ort vermutet. Denn eine Sache ist klar: Als das FBI im August des vergangenen Jahres Trumps Urlaubsresidenz in Mar-a-Lago (Florida) durchsuchte, standen die Geheimdienstdokumente nicht auf der Liste der Objekte, die die Beamten dort finden sollten.
Mitarbeiterin belastet Trumps Stabschef Meadows
Cassidy Hutchinson macht Meadows, ihren ehemaligen Vorgesetzten, für das Verschwinden des Ordners verantwortlich. Sie hat ihn bei einer Anhörung durch den Kongress belastet: „Ich bin mir fast sicher, dass es mit Mr. Meadows nach Hause gegangen ist“, sagte Hutchinson laut dem Protokoll der Anhörung. „Der Ordner wurde nie zurückgegeben und er hat unser Büro nie verlassen, um intern irgendwohin gebracht zu werden. Er blieb die meiste Zeit über in unserem Tresor im Büro.“
Sie erklärt weiter: „Aber er war am letzten Tag auch nicht im Tresor. Ich habe noch einmal nachgesehen, um sicherzugehen, dass wir nichts drin haben.“ Meadows habe die Dokumente mitgenommen. Die Anwälte des Beschuldigten streiten die Vorwürfe ab. Ebenso wenig trägt seine Seite zur Frage nach dem Verbleibt des Ordners bei.
Neuer Druck auf Trump: Offizielle Stellen wollen sich nicht zu Stand äußern
CNN hörte sich an verschiedenen Stellen zum aktuellen Stand der Untersuchungen um. Die offiziellen Behörden und öffentlichen Einrichtungen CIA, FBI, der Geheimdienstausschuss im Senat, der Direktor des Nationalen Geheimdienstes sowie das Nationalarchiv äußerten sich nicht zu den Recherchen. Auch Hutchinsons Anwalt nahm das Angebot, Stellung zu beziehen, nicht an. Die Trump-Seite antwortete nicht auf die Anfrage. Der ehemalige US-Präsident ist in diesem Jahr sogar angeklagt worden, weil er geheime Militärinformationen aus dem Amt mitgenommen habe.
Schon 2017 hatten US-Geheimdienste öffentlich gemacht, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Einflusskampagne angeordnet habe, um Hilary Clinton zu schaden. Sie war damals Trumps-Gegenkandidatin. Es wurden offenbar verdeckte Cyberaktivitäten gefahren, um Trump zum Wahlsieg zu verhelfen. "
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Es dürfte wohl kaum jemanden verwundern was so alles in Zusammenhang mit Trump wohl geschehen ist. Nur die Spitze des Eisbergs?