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Fünf Prozent des BIP fürs Militär: Alle gehen mit

Von Harvey11 29.06.2025, 09:41

Fünf Prozent des BIP fürs Militär: Und alle gehen mit
Man muss ihm lassen: Trump hat gepokert – und gewonnen. Ale sind beim NATO-Gipfel mitgegangen, nur Spaniens Staatschef Pedró Sánchez hat am Ende der neuen Zielvorgabe für Verteidigungsausgaben zwar zugestimmt, allerdings nicht, ohne sein Land von der Fünf-Prozent-Geisel auszunehmen, von der zukünftig alle 32 Mitgliedsländer gepeinigt sein werden. Als der US-Präsident Anfangs des Jahres die Zahl fünf ins Spiel warf, war das von keinerlei militärischer Planung abgedeckt und völlig willkürlich. Die Aufregung war groß. Doch wie beim Pokerspiel müssen die Mitspieler dabeibleiben oder aussteigen. Ausstieg aus der NATO? Wer redet denn noch davon? Nur noch Trump.
Also lobt nun fünf Monate später Nato-Generalsekretär Rutte den „Quantensprung“, den das Bündnis hingelegt hat: Bis 2035 fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts fürs Militär. Das sind im Falle Deutschlands 225 Milliarden Euro, bei einem Bundeshaushalt von 466 Milliarden! Schon 2026 soll sich der Wehretat auf 82,7 Milliarden verdoppeln, bis zum ersten Etappenziel 2029 auf 152,8 Milliarden. Ausnahmsweise stellt die Bild-Zeitung die richtige Frage: Wer soll das bezahlen? Nun ja, ein Teil davon1,5 Prozent werden in militärrelevante Infrastruktur fließen, in panzertaugliche Straßen via Osten, in marode Brücken und zentralisierte Krankenhäuser, die im Fall der Fälle die verwundeten Soldaten versorgen.
Im medizinischen Bereich wird derzeit, unbemerkt von uns allen, schon der Notstand geübt. Schulen und Kitas werden nicht profitieren, obwohl dort die künftigen Soldaten und Soldatinnen sitzen, die wehrtauglich gemacht werden müssen. Womit wir bei der Wehrpflicht sind, die eigentlich „freiwillig“ sein soll, aber nun doch, „wenn sich nicht genügend Interessenten finden“, wie Verteidigungsminister Pistorius (SPD) erklärt, zur „Option“ wird. Wobei, daran lässt er auch keinen Zweifel, die Wehrpflichtigen lediglich „Reserve“ sind. Soldatische Elite sieht anders aus.
„Irrsinn“ und „Entgrenzung“ schäumt die Linke, letzte Bastion gegen eine völlig aus dem Ruder laufende Militarisierung des Landes. Aber wo ist eigentlich meine Generation, wo ist die Phalanx der Babyboomer, die das zerbrochene Gewehr auf der Brust trug? Am Ende werden die Jungen auch diese Zeche bezahlen.
Ulrike Baureithel, der Freitag 26.6.2025

Es war schon immer etwas teuer, einen besonderen Geschmack zu haben.
Auftragsgemäß sollen wir uns um Russland kümmern, während sich der Chef um China kümmern will. Und diese Aufgabe legt er in deutsche Hände. Denn mit denen kann er es machen. Und untertänig wird ihm von Merz auch gleich die größte Armee in Europa versprochen.
Jede zukünftige Ausgabe für Investitionen oder Soziales wird immer geprüft werden müssen, ob das Geld am Ende nicht den Krieg gefährdet.
Klingt verrückt? Aber so wird es kommen. Denn Kriegsbegeisterte wollen es so haben.

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