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Friedrich Merz an die Front!

Von Harvey11 Freitag 06.03.2026, 09:59

Mehr als 50.000 Jugendliche beim zweiten bundesweiten Schulstreik gegen die drohende Wehrpflicht

»Auch der zweite bundesweite Schulstreik gegen die Wehrpflicht war ein voller Erfolg. Nicht in dem Sinne, dass etwa die drohende Gefahr einer Pflicht zum Kriegsdienst beseitigt wäre. Doch ist es den jugendlichen Organisatoren wieder gelungen, Zehntausende Schüler zu erreichen, zu politisieren und auf die Straße zu bringen. Rund 6.000 Teilnehmer zählte den Veranstaltern zufolge die Demonstration in Berlin, die am Donnerstag vom Potsdamer zum Oranienplatz zog. Wie beim ersten Schulstreik am 5. Dezember war auch diesmal die politische Stoßrichtung – von den gehaltenen Reden von Schülerinnen über die Grußworte von Unterstützern bis zu den Musikbeiträgen – unmissverständlich klassenkämpferisch und antiimperialistisch.

Eine wiederkehrende Parole war: »Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!« Auch die Forderung »Kein Mensch, kein Cent der Bundeswehr« wurde mit Enthusiasmus von Tausenden gerufen. Auf selbstgebastelten Schildern und Bannern waren Sprüche zu lesen wie »Sterben steht nicht auf dem Stundenplan«, »Friedrich Merz an die Front!«, »Unser einziger Kampf ist der Klassenkampf« und »Bildung statt Musterung«. In mehreren Redebeiträgen wurde auf den Widerspruch zwischen der milliardenschweren Hochrüstung der Bundeswehr und dem kaputtgesparten Bildungssystem hingewiesen.

Beim Vorbeimarsch am Axel-Springer-Hochhaus in Kreuzberg reckten sich Tausende Mittelfinger in Richtung des Sitzes von Welt und Bild-Zeitung. Hier und da waren auch palästinensische Flaggen und Banner zu sehen, auf denen der US-amerikanische bzw. israelische Überfall auf Venezuela und Iran verurteilt wurde. Neben Schülern waren auch zahlreiche ältere Unterstützer gekommen – Studenten, Eltern, auch manche Lehrer und Erzieher. Eine Gruppe von Pädagogen trug ein Transparent mit der Aufschrift »Meine Klasse kriegt ihr nicht«. Bei der Demonstration in Berlin kam es auch zu mindestens einer Festnahme. Polizisten führten einen Jugendlichen ab, weil er laut jW-Informationen ein Schild mit einer Parole trug, die eine »Beleidigung« des Bundeskanzlers darstellen soll.............«


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Bundesweit 50.000, das ist nicht die Masse. Aber es genügt, um vielleicht einen Denkprozess auszulösen.

»Dass sich hier möglicherweise eine Bewegung formiert, die den Herrschenden mit ihren Kriegsvorbereitungsplänen so gar nicht in den Kram passt, fällt auch so manchem Reaktionär auf. So »warnte« der bildungspolitische Sprecher der CDU Schleswig-Holstein, Martin Balasus, dass die Proteste »nicht nur von den Schülerinnen und Schülern selbst getragen, sondern von linksradikalen oder sogar linksextremistischen Kräften mit klarer politischer Agenda begleitet und gesteuert« werden.«

Und wieder die alten Sprüche. "Ich höre sie noch: Die sin alle von Moskau bezahlt und gesteuert."

»Der nächste Schulstreik gegen die Wehrpflicht ist für den 8. Mai angekündigt – dem 81. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus.«

Und wenn da plötzlich alte Fahnen des Alliierten Sowjetunion sichtbar werden,
bekommt dann die Polizei freie Hand? In Hessen kann ich mir das sehr gut vorstellen.

Noch immer kostet es Mut "nein" zu sagen.

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