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Friedensgespräche im Ukraine-Krieg

Von Harvey11 Dienstag 10.09.2024, 09:10

Schon in den Märchen der Brüder Grimm waren die »Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat« lange vorbei. Insofern ist es zwar sicherlich wünschenswert, dass das Töten und Zerstören in der Ukraine zu einem Ende kommt. Schön, dass auch Olaf Scholz jetzt den Reiz des Friedens entdeckt hat und »darüber nachdenken« lassen will, wie »wir aus dieser Kriegssituation doch zügiger zu einem Frieden kommen, als das gegenwärtig den Eindruck macht«. Immer dieses vereinnahmende sozialdemokratische »Wir«. Der Witz an dieser Aussage aber ist das »doch«. Denn an dem Widerspruch, den das Wörtchen andeutet, hat Scholz mit seiner Parteinahme – nicht für den Frieden, sondern für eine der Kriegsparteien – seinen verdienten Anteil: als zweitgrößter Waffenlieferant der Ukraine, worauf er bei anderer Gelegenheit stolz zu sein scheint.

Irgendjemand hat die Käfige der Friedenstauben geöffnet.
Vielleicht waren es ja Finanzminister. Egal wer, Hauptsache es wurde getan.
Hoffentlich hat der Westen nicht zu viel Porzellan zerschlagen. Im Moskau weiß man jedenfalls, dass sie dem Westen nicht allzu viel glauben dürfen.


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