Gaza: Drei Menschen mussten sterben, damit Kardinal Pizzaballa seine Gemeinde besuchen darf
Es geschehen noch Wunder im »unheiligen Land«: Freitag vergangener Woche reisten die höchsten christlichen Würdenträger aus Jerusalem nach Gaza: der katholische Kardinal Pierbattista Pizzaballa und der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. Am Tag davor war Gazas einziges katholisches Gotteshaus, die Kirche der Heiligen Familie, bombardiert worden. Drei Menschen starben: Saad Issa Kostandi Salama, Fumia Issa Latif Ajad und Nadschwa Ibrahim Latif Daud. Pfarrer Gabriel Romanelli war einer von mindestens neun Verletzten. Er war es übrigens, der regelmäßigen Kontakt mit Papst Franziskus hatte bis zu dessen Tod. Diplomatischer Druck, wohl an erster Stelle aus den USA, ermöglichte den Besuch.
Angekündigt war, dass die Delegation auch 500 Tonnen Nahrungsmittel und Medizin mitbringen würde. Massen von Menschen hatten davon gehört und waren zur Kirche geströmt: Dort würde es zum einen sicher sein, solange der Kardinal und der Patriarch dort waren. Zum anderen könnte man dort endlich gefahrlos Nahrung und Medizin erhalten. Die Delegation kam an. Doch die Lebensmittel mussten an der Grenze zurückbleiben.
Offen steht, wann und ob überhaupt die von der christlichen Delegation mitgebrachten Lebensmittel nach Gaza hineingelassen werden. Israel behauptete, dies verlange »komplexe Organisation«. Wer israelische Verlautbarungen lesen kann, versteht, dass auch diese Hilfsgüter eher nicht nach Gaza eingeliefert werden. Derweil sterben täglich mehr Menschen dort den Hungertod, vor allem Kinder: »Handala«, ein populäres Cartoonmotiv, das die Palästinenser symbolisiert, besteht nur noch aus Haut und Knochen.
Die Israelis haben von den Nazis viel gelernt.
In ihrem Getto lassen sie auch die Menschen verhungern.
Und wider schaut die Welt nur staunend zu.
Versachtenswert - beide, Täter und Gaffer.
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Gaza: Drei Menschen mussten sterben, damit Kardinal Pizzaballa seine Gemeinde besuchen darf
Es geschehen noch Wunder im »unheiligen Land«: Freitag vergangener Woche reisten die höchsten christlichen Würdenträger aus Jerusalem nach Gaza: der katholische Kardinal Pierbattista Pizzaballa und der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. Am Tag davor war Gazas einziges katholisches Gotteshaus, die Kirche der Heiligen Familie, bombardiert worden. Drei Menschen starben: Saad Issa Kostandi Salama, Fumia Issa Latif Ajad und Nadschwa Ibrahim Latif Daud. Pfarrer Gabriel Romanelli war einer von mindestens neun Verletzten. Er war es übrigens, der regelmäßigen Kontakt mit Papst Franziskus hatte bis zu dessen Tod. Diplomatischer Druck, wohl an erster Stelle aus den USA, ermöglichte den Besuch.
Angekündigt war, dass die Delegation auch 500 Tonnen Nahrungsmittel und Medizin mitbringen würde. Massen von Menschen hatten davon gehört und waren zur Kirche geströmt: Dort würde es zum einen sicher sein, solange der Kardinal und der Patriarch dort waren. Zum anderen könnte man dort endlich gefahrlos Nahrung und Medizin erhalten. Die Delegation kam an. Doch die Lebensmittel mussten an der Grenze zurückbleiben.
Offen steht, wann und ob überhaupt die von der christlichen Delegation mitgebrachten Lebensmittel nach Gaza hineingelassen werden. Israel behauptete, dies verlange »komplexe Organisation«. Wer israelische Verlautbarungen lesen kann, versteht, dass auch diese Hilfsgüter eher nicht nach Gaza eingeliefert werden. Derweil sterben täglich mehr Menschen dort den Hungertod, vor allem Kinder: »Handala«, ein populäres Cartoonmotiv, das die Palästinenser symbolisiert, besteht nur noch aus Haut und Knochen.
Die Israelis haben von den Nazis viel gelernt.
In ihrem Getto lassen sie auch die Menschen verhungern.
Und wider schaut die Welt nur staunend zu.
Versachtenswert - beide, Täter und Gaffer.
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