Teure Grundnahrungsmittel, Probleme bei Firmen abseits der Rüstungsindustrie. In Russland wird mittlerweile ganz offen über wirtschaftliche Probleme gesprochen. Die Folgen der Umstellung auf Kriegsproduktion sind deutlich zu spüren.
In Russland, dem Staat mit der potenziell größten Anbaufläche für Landwirtschaft, sind Kartoffeln und Zwiebeln ausgegangen. Das Defizit hat sogar Präsident Wladimir Putin bemerkt. "Es hat sich herausgestellt, dass uns Kartoffeln fehlen", klagte der Kremlchef vor wenigen Wochen. Auch bei Zuckerrüben und einigen Gemüsesorten gebe es Engpässe, räumte er ein.
Zuvor waren die Preise für Kartoffeln in den russischen Geschäften durch die Decke gegangen. Innerhalb des letzten Jahres haben sie sich nach offiziellen Angaben fast verdreifacht, der Preis für Zwiebeln verdoppelt. Kohl kostet über 50 Prozent mehr als vor einem Jahr, hat die Statistikbehörde Rosstat ausgerechnet. Gefühlt ist der Anstieg noch höher.
Etwas mehr als einen Euro mussten die Russen im Juni für ein Kilo Kartoffeln ausgeben. Bei Durchschnittseinkommen von laut Rosstat knapp 1000 Euro vor Steuern und bei Renten von etwas mehr als 200 Euro ist das nicht wenig. Die anziehenden Lebensmittelpreise sind einer der Haupttreiber der Inflation in Russland. Derzeit liegt die laut Wirtschaftsministerium bei 9,6 Prozent.
Die Zentralbank versucht, die Inflation mit einem hohen Leitzins unter Kontrolle zu bekommen - derzeit sind es 20 Prozent. Das Kalkül dahinter: Wird es wegen der hohen Zinsen schwerer, Kredite aufzunehmen, sinkt die Geldmenge, die im Umlauf ist. Weniger Geld bedeutet weniger Nachfrage und sinkende Inflation. Doch damit ist Russland nun auf weitere Komplikationen gestoßen.
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es fehlt an Vielem.
Teure Grundnahrungsmittel, Probleme bei Firmen abseits der Rüstungsindustrie. In Russland wird mittlerweile ganz offen über wirtschaftliche Probleme gesprochen. Die Folgen der Umstellung auf Kriegsproduktion sind deutlich zu spüren.
In Russland, dem Staat mit der potenziell größten Anbaufläche für Landwirtschaft, sind Kartoffeln und Zwiebeln ausgegangen. Das Defizit hat sogar Präsident Wladimir Putin bemerkt. "Es hat sich herausgestellt, dass uns Kartoffeln fehlen", klagte der Kremlchef vor wenigen Wochen. Auch bei Zuckerrüben und einigen Gemüsesorten gebe es Engpässe, räumte er ein.
Zuvor waren die Preise für Kartoffeln in den russischen Geschäften durch die Decke gegangen. Innerhalb des letzten Jahres haben sie sich nach offiziellen Angaben fast verdreifacht, der Preis für Zwiebeln verdoppelt. Kohl kostet über 50 Prozent mehr als vor einem Jahr, hat die Statistikbehörde Rosstat ausgerechnet. Gefühlt ist der Anstieg noch höher.
Etwas mehr als einen Euro mussten die Russen im Juni für ein Kilo Kartoffeln ausgeben. Bei Durchschnittseinkommen von laut Rosstat knapp 1000 Euro vor Steuern und bei Renten von etwas mehr als 200 Euro ist das nicht wenig. Die anziehenden Lebensmittelpreise sind einer der Haupttreiber der Inflation in Russland. Derzeit liegt die laut Wirtschaftsministerium bei 9,6 Prozent.
Die Zentralbank versucht, die Inflation mit einem hohen Leitzins unter Kontrolle zu bekommen - derzeit sind es 20 Prozent. Das Kalkül dahinter: Wird es wegen der hohen Zinsen schwerer, Kredite aufzunehmen, sinkt die Geldmenge, die im Umlauf ist. Weniger Geld bedeutet weniger Nachfrage und sinkende Inflation. Doch damit ist Russland nun auf weitere Komplikationen gestoßen.
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