19-Jähriger gesteht Plan für Anschlag auf Taylor-Swift-Konzert. Glücklicherweise konnte das verhindert werden.
"Auf die Fans vor dem Stadion sollte ein Anschlag mit Sprengstoff sowie Hieb- und Stichwaffen verübt werden. Nun stellt sich heraus, dass der zweite festgenommene Tatverdächtige, ein 17-Jähriger, eine Verbindung zu den „Bandenkriegen“ in Meidling hat.
“Die Lage war ernst, die Lage ist ernst. Aber eine Tragödie konnte verhindert werden.” Gemeinsam mit DSN-Direktor Omar Haijawi-Pirchner und dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, berichtete Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz über den aktuellen Ermittlungsstand zu den Terrorplänen rund um die Taylor-Swift-Konzerte in Wien. Die Gefahr durch den islamistischen Extremismus sei in Europa nach dem Angriff der Hamas auf Israel deutlich gestiegen, betonte Karner. Österreich sei da keine Ausnahme. „Große Konzerte sind oft ein bevorzugtes Ziel von islamistischen Attentätern”, er habe daher Verständnis für die Absage durch den Veranstalter.
Zwei Terrorverdächtige sind am Mittwoch festgenommen worden, ein dritter wurde angehalten. Der 19-jährige Hauptverdächtige, der in Ternitz festgenommen wurde, hat ein Geständnis abgelegt, wie Ruf erklärte. Er habe einen Anschlag unter Verwendung von Sprengstoff sowie mit Hieb- und Stichwaffen verüben wollen, und zwar entweder im Rahmen des Konzertes am heutigen Donnerstag oder am morgigen Freitag. Sein Ziel sei es gewesen, „sich selbst und eine große Menge anderer Menschen zu töten“, ergänzte Haijawi-Pirchner.
Eine Eintrittskarte für das Konzert hatte der 19-Jährige nach aktuellem Stand der Ermittlungen nicht. Das sei aus dessen Sicht auch nicht notwendig gewesen, da sich rund um das Stadion ja viele Menschen eingefunden hätten, während im Inneren gesungen werde. „Es war sein Plan, Personen außerhalb des Stadions zu töten“, so der DSN-Chef.
Verdächtige zeigten „eindeutige soziale Veränderung“
Der Hauptverdächtige hat laut Ruf am 25. Juli seinen Job gekündigt und gesagt, dass er „noch Großes vorhabe“. Er habe in der Folge sein Aussehen verändert und auch seine Ausdrucksweise an den IS-Terror angepasst. Der zweite Festgenommene, ein 17-Jähriger, „hat kurze Zeit vorher mit seiner Freundin Schluss gemacht“. Bei beiden könne also eine „eindeutige soziale Veränderung festgestellt“ werden, sagte Ruf. Die Vorbereitungen in Ternitz hätten sich auf die Erarbeitung von Sprengstoff konzentriert. „Wir suchen momentan keine weiteren Personen“, betonte der Chef der öffentlichen Sicherheit. Auch gebe es keine Hinweise auf ähnliche Bedrohungsbilder in anderen Bundesländern.
Der Hinweis auf den 19-Jährigen kam laut DSN-Direktor Haijawi-Pirchner von einem ausländischen Geheimdienst. Der Verdächtige habe seine IS-Gesinnung ganz klar deutlich gemacht und entsprechende Inhalte konsumiert und weitergeleitet. „Er hat sich über den Bombenbau informiert“, sagte Haijawi-Pirchner. Bei der Hausdurchsuchung in Ternitz habe man die entsprechenden Materialien gefunden und sichergestellt.
17-jähriger Verdächtiger bei Facility-Firma im Stadion
Der 17-jährige zweite Verdächtige wurde am Mittwoch in der Nähe des Ernst-Happel-Stadions angetroffen und festgenommen - er schweigt bisher zu den Vorwürfen. Der Jugendliche war bei einem Facility-Unternehmen angestellt, das am Donnerstagabend im Stadion Dienstleistungen durchführen hätte sollen. Laut dem DSN-Direktor hatte er „umfangreiches IS-Material und al-Qaida-Utensilien“ bei sich: „Für uns zeigt sich, dass es sich um ein Netzwerk handelt, das uns bereits bekannt war.“
Der 17-Jährige, ein österreichischer Staatsbürger mit türkisch-kroatischen Wurzeln, hat außerdem Verbindungen zu den „Bandenkriegen“ zwischen Syrern und Tschetschenen. Und zwar zu jenem Vorfall in Meidling am 7. Juli. Dabei sind vier Männer von einer Gruppe bewaffneter Kontrahenten schwer verletzt worden. Die Polizei hat rund um den Vorfall mehrere Verdächtige zur Fahndung ausgeschrieben. „Ja, es gibt einen Zusammenhang mit den Bandenkriegen. Er dürfte bei dem Vorfall in Meidling beteiligt gewesen sein“, bestätigt ein Sprecher des Innenressorts der „Presse“. In welcher Form wisse man aber noch nicht. Der 17-Jährige dürfte aber auf Seite der Tschetschenen/Türken gestanden sein.
Eine dritte Person, ein 15-Jähriger, wurde ebenfalls am Mittwoch angehalten. Er sagte aus, dass der 19-Jährige sich regelmäßig über Zündstofftechniken informiert hätte. „Für uns zeigt sich, dass es sich um ein Netzwerk handelt, das uns bereits bekannt war“, sagte der DSN-Chef. Aktuell würden alle sichergestellten Materialien untersucht und ausgewertet. „Es sind noch umfangreiche Ermittlungsarbeiten notwendig“, betonte Haijawi-Pirchner.
Innenminister Karner nutzte die Gelegenheit, um erneut die Möglichkeit zur Überwachung von Messenger-Diensten zu fordern. Denn: „Terroristen kommunizieren nicht mit Briefen, sie kommunizieren mit Messenger-Diensten.“
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Es ist immer wieder unfassbar wie sich junge Menschen radikaliseren und von solchem Gedankengut "infizieren" lassen können. Aber gezielte Propaganda gibt es auch auf anderen Ebenen, für andere Ideologienund Gesinnungen.
19-Jähriger gesteht Plan für Anschlag auf Taylor-Swift-Konzert. Glücklicherweise konnte das verhindert werden.
"Auf die Fans vor dem Stadion sollte ein Anschlag mit Sprengstoff sowie Hieb- und Stichwaffen verübt werden. Nun stellt sich heraus, dass der zweite festgenommene Tatverdächtige, ein 17-Jähriger, eine Verbindung zu den „Bandenkriegen“ in Meidling hat.
“Die Lage war ernst, die Lage ist ernst. Aber eine Tragödie konnte verhindert werden.” Gemeinsam mit DSN-Direktor Omar Haijawi-Pirchner und dem Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, berichtete Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz über den aktuellen Ermittlungsstand zu den Terrorplänen rund um die Taylor-Swift-Konzerte in Wien. Die Gefahr durch den islamistischen Extremismus sei in Europa nach dem Angriff der Hamas auf Israel deutlich gestiegen, betonte Karner. Österreich sei da keine Ausnahme. „Große Konzerte sind oft ein bevorzugtes Ziel von islamistischen Attentätern”, er habe daher Verständnis für die Absage durch den Veranstalter.
Zwei Terrorverdächtige sind am Mittwoch festgenommen worden, ein dritter wurde angehalten. Der 19-jährige Hauptverdächtige, der in Ternitz festgenommen wurde, hat ein Geständnis abgelegt, wie Ruf erklärte. Er habe einen Anschlag unter Verwendung von Sprengstoff sowie mit Hieb- und Stichwaffen verüben wollen, und zwar entweder im Rahmen des Konzertes am heutigen Donnerstag oder am morgigen Freitag. Sein Ziel sei es gewesen, „sich selbst und eine große Menge anderer Menschen zu töten“, ergänzte Haijawi-Pirchner.
Eine Eintrittskarte für das Konzert hatte der 19-Jährige nach aktuellem Stand der Ermittlungen nicht. Das sei aus dessen Sicht auch nicht notwendig gewesen, da sich rund um das Stadion ja viele Menschen eingefunden hätten, während im Inneren gesungen werde. „Es war sein Plan, Personen außerhalb des Stadions zu töten“, so der DSN-Chef.
Verdächtige zeigten „eindeutige soziale Veränderung“
Der Hauptverdächtige hat laut Ruf am 25. Juli seinen Job gekündigt und gesagt, dass er „noch Großes vorhabe“. Er habe in der Folge sein Aussehen verändert und auch seine Ausdrucksweise an den IS-Terror angepasst. Der zweite Festgenommene, ein 17-Jähriger, „hat kurze Zeit vorher mit seiner Freundin Schluss gemacht“. Bei beiden könne also eine „eindeutige soziale Veränderung festgestellt“ werden, sagte Ruf. Die Vorbereitungen in Ternitz hätten sich auf die Erarbeitung von Sprengstoff konzentriert. „Wir suchen momentan keine weiteren Personen“, betonte der Chef der öffentlichen Sicherheit. Auch gebe es keine Hinweise auf ähnliche Bedrohungsbilder in anderen Bundesländern.
Der Hinweis auf den 19-Jährigen kam laut DSN-Direktor Haijawi-Pirchner von einem ausländischen Geheimdienst. Der Verdächtige habe seine IS-Gesinnung ganz klar deutlich gemacht und entsprechende Inhalte konsumiert und weitergeleitet. „Er hat sich über den Bombenbau informiert“, sagte Haijawi-Pirchner. Bei der Hausdurchsuchung in Ternitz habe man die entsprechenden Materialien gefunden und sichergestellt.
17-jähriger Verdächtiger bei Facility-Firma im Stadion
Der 17-jährige zweite Verdächtige wurde am Mittwoch in der Nähe des Ernst-Happel-Stadions angetroffen und festgenommen - er schweigt bisher zu den Vorwürfen. Der Jugendliche war bei einem Facility-Unternehmen angestellt, das am Donnerstagabend im Stadion Dienstleistungen durchführen hätte sollen. Laut dem DSN-Direktor hatte er „umfangreiches IS-Material und al-Qaida-Utensilien“ bei sich: „Für uns zeigt sich, dass es sich um ein Netzwerk handelt, das uns bereits bekannt war.“
Der 17-Jährige, ein österreichischer Staatsbürger mit türkisch-kroatischen Wurzeln, hat außerdem Verbindungen zu den „Bandenkriegen“ zwischen Syrern und Tschetschenen. Und zwar zu jenem Vorfall in Meidling am 7. Juli. Dabei sind vier Männer von einer Gruppe bewaffneter Kontrahenten schwer verletzt worden. Die Polizei hat rund um den Vorfall mehrere Verdächtige zur Fahndung ausgeschrieben. „Ja, es gibt einen Zusammenhang mit den Bandenkriegen. Er dürfte bei dem Vorfall in Meidling beteiligt gewesen sein“, bestätigt ein Sprecher des Innenressorts der „Presse“. In welcher Form wisse man aber noch nicht. Der 17-Jährige dürfte aber auf Seite der Tschetschenen/Türken gestanden sein.
Eine dritte Person, ein 15-Jähriger, wurde ebenfalls am Mittwoch angehalten. Er sagte aus, dass der 19-Jährige sich regelmäßig über Zündstofftechniken informiert hätte. „Für uns zeigt sich, dass es sich um ein Netzwerk handelt, das uns bereits bekannt war“, sagte der DSN-Chef. Aktuell würden alle sichergestellten Materialien untersucht und ausgewertet. „Es sind noch umfangreiche Ermittlungsarbeiten notwendig“, betonte Haijawi-Pirchner.
Innenminister Karner nutzte die Gelegenheit, um erneut die Möglichkeit zur Überwachung von Messenger-Diensten zu fordern. Denn: „Terroristen kommunizieren nicht mit Briefen, sie kommunizieren mit Messenger-Diensten.“
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