Lesereise durch Österreich, Schweiz und BRD. Eindrücke von Helga Baumgarten
Man zieht, aus Jerusalem kommend, quer durch den deutschen Sprachraum und findet aus dem Staunen nicht heraus. Im »demokratischen« Europa, so versteht es sich ja, sollte die Meinungsfreiheit eine der wichtigsten Säulen des politischen Systems sein. Offensichtlich gilt das aber nur noch für bestimmte Meinungen. Aber was ist wenigstens mit akademischer Freiheit: Freiheit, an Universitäten die Ergebnisse seiner Forschung vorzustellen. Au wei! Sicher nicht in Halle oder in Berlin oder in Wien oder in Bern oder, oder, oder …
Pressefreiheit, wo über das, was in der Welt passiert, offen und kritisch berichtet wird – was soll das sein, fragt eine junge Studentin. Sie kennt Presse nur als Organ der Regierungen, sei es in Berlin oder Wien oder Bern. Wo und wie ist es möglich, offen und kritisch zu sein, ohne mit schlimmen Informationen und Analysen hinter dem Berg zu halten? Manchmal muss man, bei Wind und Wetter, auf einen Marktplatz ausweichen. Die deutschen Gewerkschaften mögen es nicht, wenn der Völkermord in Gaza zum Thema gemacht wird.
Es muss schon einen Grund geben, warum sich manche Medien den Begriff "Qualitätsmedien" anheften. Die Leser sollen es ja merken.
Man darf sich glücklich schätzen, dass es noch eine kritische Gegenöffentlichkeit gibt, Orte, Veranstaltungsorte und Räume, in denen informiert, analysiert, kritisiert und angeprangert werden kann. Und dass es Verlage gibt, die kritische Bücher und Analysen publizieren. Gerade hier und heute ist zu betonen, wie wichtig es ist, der Aufforderung des großen deutschen Philosophen Ernst Bloch zu folgen, endlich »den aufrechten Gang« zu gehen.
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Man zieht, aus Jerusalem kommend, quer durch den deutschen Sprachraum und findet aus dem Staunen nicht heraus. Im »demokratischen« Europa, so versteht es sich ja, sollte die Meinungsfreiheit eine der wichtigsten Säulen des politischen Systems sein. Offensichtlich gilt das aber nur noch für bestimmte Meinungen. Aber was ist wenigstens mit akademischer Freiheit: Freiheit, an Universitäten die Ergebnisse seiner Forschung vorzustellen. Au wei! Sicher nicht in Halle oder in Berlin oder in Wien oder in Bern oder, oder, oder …
Pressefreiheit, wo über das, was in der Welt passiert, offen und kritisch berichtet wird – was soll das sein, fragt eine junge Studentin. Sie kennt Presse nur als Organ der Regierungen, sei es in Berlin oder Wien oder Bern. Wo und wie ist es möglich, offen und kritisch zu sein, ohne mit schlimmen Informationen und Analysen hinter dem Berg zu halten? Manchmal muss man, bei Wind und Wetter, auf einen Marktplatz ausweichen. Die deutschen Gewerkschaften mögen es nicht, wenn der Völkermord in Gaza zum Thema gemacht wird.
Es muss schon einen Grund geben, warum sich manche Medien den Begriff "Qualitätsmedien" anheften. Die Leser sollen es ja merken.
Man darf sich glücklich schätzen, dass es noch eine kritische Gegenöffentlichkeit gibt, Orte, Veranstaltungsorte und Räume, in denen informiert, analysiert, kritisiert und angeprangert werden kann. Und dass es Verlage gibt, die kritische Bücher und Analysen publizieren. Gerade hier und heute ist zu betonen, wie wichtig es ist, der Aufforderung des großen deutschen Philosophen Ernst Bloch zu folgen, endlich »den aufrechten Gang« zu gehen.
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