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Ein fester Burgfrieden

Von Harvey11 Montag 12.01.2026, 10:12

Evangelische wie katholische Propagandisten einer deutschen Kriegsmoral räumen mit den letzten pazifistischen »Irrtümern« auf. Dagegen legen nicht nur christliche Basisinitiativen Protest ein.

»In Deiner Hand, o Gott, liegt die Herrschaft über alle Reiche und Völker der Erde. Segne unser deutsches Volk in Deiner Güte und Kraft und senke uns tief ins Herz die Liebe zu unserem Vaterlande. Segne die deutsche Wehrmacht, welche dazu berufen ist, den Frieden zu wahren und den heimischen Herd zu beschützen, und gib ihren Angehörigen die Kraft zum höchsten Opfer für Führer, Volk und Vaterland. Segne besonders unseren Führer und Obersten Befehlshaber in allen Aufgaben, die ihm gestellt sind. Lass uns alle unter seiner Führung in der Hingabe an Volk und Vaterland eine heilige Aufgabe sehen, damit wir durch Glauben, Gehorsam und Treue die ewige Heimat erlangen im Reiche Deines Lichtes und Deines Friedens. Amen.«

So heißt es im »Feldgesangbuch«, veröffentlicht mit »Genehmigung des katholischen Feldbischofs der Wehrmacht vom 24. August 1939«, also rechtzeitig vor Beginn des Zweiten Kriegs am 1. September. Bereits sechs Jahre zuvor wurde durch das Reichskonkordat mit dem Vatikan – abgeschlossen vom Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli, der ab 1939 als Papst Pius XII. die profaschistische Linie seines Vorgängers Pius XI. fortsetzte – frühzeitig die Kriegsplanung der Nazis um die nötige militärseelsorgliche Betreuung ergänzt. Auch bei der Remilitarisierung der BRD in den 1950ern waren von den ersten Tagen an geistliche Betreuer tätig, bis dann 1957 offiziell die einschlägigen Staatskirchenverträge abgeschlossen wurden (vgl. »Mit Gottes Segen«, junge Welt, 23.10.2025)............«

Wenn man den Artikel liest erkennt man, dass auch die großen Kirchen längst auf Kriegskurs sind.

»Und auch für Kriegsdienstverweigerer, die sich – im Sinne einer langen gewaltfreien Tradition – auf Jesus von Nazareth als Vorbild berufen wollen, wird es demnächst im deutschen Prüfungsverfahren zur Kriegsdienstverweigerung schwer: Sie werden bei Bedarf die kirchliche Autorität gegen sich haben.«

Na dann Gott mit uns. Nur soll der mit allen sein. Für welche Seite wird er sich entscheiden?

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