Politik muss immer abwägen zwischen Interessen, die sie verfolgt, und Werten, die sie vertritt. Als erstrebenswertes Ergebnis hat der Historiker Heinrich August Winkler vor Jahren „eine Politik“ gefordert, „die danach strebt, bei allem notwendigen Pragmatismus möglichst nahe an den normativen Vorgaben zu bleiben“ (gemeint sind unter anderem globale Vereinbarungen, etwa über die Menschenrechte).
Dass Donald Trump damit nichts am Hut hat, beweist er fast jeden Tag. Jetzt wollen die USA 66 internationale Organisationen verlassen, die sich zum Beispiel mit Klimaschutz oder Bildung beschäftigen. Sie dienten, so heißt es, „nicht den Interessender USA“.
Europa rühmt sich, solch zynischer Interessenpolitik mit der Verteidigung grundlegender Werte zu begegnen. Sie stünden nicht im Widerspruch zu wohl verstandenem Interesse, sondern seien dessen integraler Bestandteil.
Nun hat der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) 650 besonders bedrohten Menschen aus Afghanistan die zugesagte Aufnahme in Deutschland verweigert. Er hat sie der Gefahr ausgesetzt, von Pakistan an das mörderische Taliban Regime ausgeliefert zu werden. Für die Aufnahme liege „kein politisches Interesse“ mehr vor, so die eiskalte Begründung. Was sollen das für Interessen sein, die dem Recht dieser Menschen auf Leben entgegen stehen? Und: Wo sind da die Werte, die Europa angeblich verteidigt gegen Putin und Trump? Warum ist das Schweigen dazu bei uns so laut?
Frankfurter Rundschau 14.1.2026
Manchmal muss man eine Aussage mit anderen vergleichen um festzustellen, welche menschenverachtende Aussagen auch hier gemacht werden.
Sogar von solchen aus Parteien, die sich christlich nennen.
Was für elende Heuchler.
Wie sagte schon deren Heilige Franz Strauß so treffend: Ich mag die schwarzen Brüder ja auch nicht. Aber wir brachen sie hier.
Politik muss immer abwägen zwischen Interessen, die sie verfolgt, und Werten, die sie vertritt. Als erstrebenswertes Ergebnis hat der Historiker Heinrich August Winkler vor Jahren „eine Politik“ gefordert, „die danach strebt, bei allem notwendigen Pragmatismus möglichst nahe an den normativen Vorgaben zu bleiben“ (gemeint sind unter anderem globale Vereinbarungen, etwa über die Menschenrechte).
Dass Donald Trump damit nichts am Hut hat, beweist er fast jeden Tag. Jetzt wollen die USA 66 internationale Organisationen verlassen, die sich zum Beispiel mit Klimaschutz oder Bildung beschäftigen. Sie dienten, so heißt es, „nicht den Interessender USA“.
Europa rühmt sich, solch zynischer Interessenpolitik mit der Verteidigung grundlegender Werte zu begegnen. Sie stünden nicht im Widerspruch zu wohl verstandenem Interesse, sondern seien dessen integraler Bestandteil.
Nun hat der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) 650 besonders bedrohten Menschen aus Afghanistan die zugesagte Aufnahme in Deutschland verweigert. Er hat sie der Gefahr ausgesetzt, von Pakistan an das mörderische Taliban Regime ausgeliefert zu werden. Für die Aufnahme liege „kein politisches Interesse“ mehr vor, so die eiskalte Begründung. Was sollen das für Interessen sein, die dem Recht dieser Menschen auf Leben entgegen stehen? Und: Wo sind da die Werte, die Europa angeblich verteidigt gegen Putin und Trump? Warum ist das Schweigen dazu bei uns so laut?
Frankfurter Rundschau 14.1.2026
Manchmal muss man eine Aussage mit anderen vergleichen um festzustellen, welche menschenverachtende Aussagen auch hier gemacht werden.
Sogar von solchen aus Parteien, die sich christlich nennen.
Was für elende Heuchler.
Wie sagte schon deren Heilige Franz Strauß so treffend: Ich mag die schwarzen Brüder ja auch nicht. Aber wir brachen sie hier.