Von Feierabend-Mitglied
Mittwoch 12.08.2026, 11:08 – geändert Mittwoch 12.08.2026, 11:46
Oder weshalb die Anhänger Gegenargumenten gegenüber immun sind.
Warum die AfD auf viele Menschen wie eine feste Glaubensgemeinschaft wirkt, lässt sich an vier Punkten erklären:
Soziologen und Politikwissenschaftler führen für dieses Phänomen vor allem folgende Parallelen an:
Sinnstiftung und Identität: In einer immer komplexeren,
globalisierten Welt bietet die Partei einfache Antworten und
ein starkes Zugehörigkeitsgefühl („Wir gegen die anderen“).
Dies füllt für manche Menschen das Vakuum, das durch den Rückzug traditioneller Bindungen (wie den großen Kirchen) entstanden ist.
Unfehlbarkeitsglaube und Dogmen: Politische Überzeugungen werden oft nicht mehr als debattierbare Positionen gesehen,
sondern als absolute Wahrheiten.
Kritik von außen – sei es durch Medien, Wissenschaft oder Gerichte – wird häufig pauschal als böswillige Verschwörung abgetan.
Der Glaube an das eigene Ideenkonstrukt ist immun gegen äußere Fakten.
Das Heilsversprechen: Es wird das Bild einer drohenden „Apokalypse“ (etwa der Untergang des deutschen Volkes oder der Kultur) gezeichnet,
von der nur die Partei als „Erlöser“ retten kann.
Das Ziel ist eine Rückkehr zu einem idealisierten,
quasi paradiesischen Zustand der Vergangenheit.
Eigene Rituale und Märtyrer:
Große Parteiveranstaltungen,
Demonstrationen und das gemeinsame Teilen von Symbolen im digitalen Raum erzeugen eine emotionale Dynamik,
den kollektiven religiösen Erlebnissen ähnelt.
Wer aus der Partei ausgeschlossen wird oder sie kritisiert,
wird oft wie ein „Abtrünniger“ (Häretiker) behandelt.
Einordnung: Politik mit religiöser Intensität
Dieses Phänomen ist historisch und international nicht neu.
Stark ideologisierte Bewegungen neigen oft dazu, Sakralisierung-Mechanismen zu nutzen.
Die intensive emotionale Bindung der Anhänger führt dazu,
dass die politische Unterstützung nicht mehr auf rationaler Interessenabwägung basiert,
sondern auf einem tiefen,
identitätsstiftenden Glaubensakt.
Versuche einmal streng katholische Eltern davon zu überzeugen:
es sei ein völlig normaler Entwicklungsschritt und kein sündiges Verhalten,
wenn sich 4-jährige gegenseitig in die Unterhose schauen.
Oder weshalb die Anhänger Gegenargumenten gegenüber immun sind.
Warum die AfD auf viele Menschen wie eine feste Glaubensgemeinschaft wirkt, lässt sich an vier Punkten erklären:
Soziologen und Politikwissenschaftler führen für dieses Phänomen vor allem folgende Parallelen an:
Sinnstiftung und Identität: In einer immer komplexeren,
globalisierten Welt bietet die Partei einfache Antworten und
ein starkes Zugehörigkeitsgefühl („Wir gegen die anderen“).
Dies füllt für manche Menschen das Vakuum, das durch den Rückzug traditioneller Bindungen (wie den großen Kirchen) entstanden ist.
Unfehlbarkeitsglaube und Dogmen: Politische Überzeugungen werden oft nicht mehr als debattierbare Positionen gesehen,
sondern als absolute Wahrheiten.
Kritik von außen – sei es durch Medien, Wissenschaft oder Gerichte – wird häufig pauschal als böswillige Verschwörung abgetan.
Der Glaube an das eigene Ideenkonstrukt ist immun gegen äußere Fakten.
Das Heilsversprechen: Es wird das Bild einer drohenden „Apokalypse“ (etwa der Untergang des deutschen Volkes oder der Kultur) gezeichnet,
von der nur die Partei als „Erlöser“ retten kann.
Das Ziel ist eine Rückkehr zu einem idealisierten,
quasi paradiesischen Zustand der Vergangenheit.
Eigene Rituale und Märtyrer:
Große Parteiveranstaltungen,
Demonstrationen und das gemeinsame Teilen von Symbolen im digitalen Raum erzeugen eine emotionale Dynamik,
den kollektiven religiösen Erlebnissen ähnelt.
Wer aus der Partei ausgeschlossen wird oder sie kritisiert,
wird oft wie ein „Abtrünniger“ (Häretiker) behandelt.
Einordnung: Politik mit religiöser Intensität
Dieses Phänomen ist historisch und international nicht neu.
Stark ideologisierte Bewegungen neigen oft dazu, Sakralisierung-Mechanismen zu nutzen.
Die intensive emotionale Bindung der Anhänger führt dazu,
dass die politische Unterstützung nicht mehr auf rationaler Interessenabwägung basiert,
sondern auf einem tiefen,
identitätsstiftenden Glaubensakt.
Versuche einmal streng katholische Eltern davon zu überzeugen:
es sei ein völlig normaler Entwicklungsschritt und kein sündiges Verhalten,
wenn sich 4-jährige gegenseitig in die Unterhose schauen.