»Im Westen ist es ein abgenutzter, oft zynisch eingesetzter Gemeinplatz: dass in jeder Krise auch eine Chance stecke. In China hingegen ist der Gedanke der Sprache inhärent: Das Wort für Krise, wéijī, setzt sich aus den Schriftzeichen für »Gefahr« (wéi) und für »Gelegenheit« (jī) zusammen. Wer lesen kann – und das können in der Volksrepublik ja fast alle –, kennt den inneren Zusammenhang. Für Beijing liegt es aber ohnehin auf der Hand, die aktuelle globale Krise zu nutzen zu suchen, um einem seiner Ziele näherzukommen: nämlich die Weltordnung zu durchbrechen, die der Westen zementiert hat und die ihrerseits die Dominanz des Westens sicherstellt. Die Ordnung, die es vorsieht, dass Nordamerika und Europa den Gang der Dinge diktieren und der Rest der Welt, der globale Süden, diesen Grundsatz nicht in Frage stellt. Die Krise, die die Welt heute immer stärker erfasst, ist genaugenommen eine Krise der westlichen Dominanz...........«
Von einer neuen Weltordnung hörte man ja schon früher etwas läuten.
Jetzt aber sieht man, dass sich etwas bewegt.
Nur tauchen da plötzlich Namen auf, die man früher nicht auf der Liste hatte.
Die USA lassen sich gerade von ihren Vasallen aus dem Schlamassel ziehen und beanspruchen die Weltherrschaft für sich und von Europa ist weit und breit nichts zu sehen. Dort gibt es viele unwichtige Stammesfürsten.
»Der Kampf aber ist eröffnet, auch wenn er nur von wenigen, von China, Russland und Indien vor allem, offen geführt wird. Die Aggressionen der Trump-Administration lassen es auch vielen anderen ratsam erscheinen, auf Abstand zu den USA zu gehen. Die SOZ (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit) könnte sich in der Tat als – neben anderen – ein Kristallisationspunkt für sie erweisen.«
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
Gipfel der Shanghaier Organisation
»Im Westen ist es ein abgenutzter, oft zynisch eingesetzter Gemeinplatz: dass in jeder Krise auch eine Chance stecke. In China hingegen ist der Gedanke der Sprache inhärent: Das Wort für Krise, wéijī, setzt sich aus den Schriftzeichen für »Gefahr« (wéi) und für »Gelegenheit« (jī) zusammen. Wer lesen kann – und das können in der Volksrepublik ja fast alle –, kennt den inneren Zusammenhang. Für Beijing liegt es aber ohnehin auf der Hand, die aktuelle globale Krise zu nutzen zu suchen, um einem seiner Ziele näherzukommen: nämlich die Weltordnung zu durchbrechen, die der Westen zementiert hat und die ihrerseits die Dominanz des Westens sicherstellt. Die Ordnung, die es vorsieht, dass Nordamerika und Europa den Gang der Dinge diktieren und der Rest der Welt, der globale Süden, diesen Grundsatz nicht in Frage stellt. Die Krise, die die Welt heute immer stärker erfasst, ist genaugenommen eine Krise der westlichen Dominanz...........«
Von einer neuen Weltordnung hörte man ja schon früher etwas läuten.
Jetzt aber sieht man, dass sich etwas bewegt.
Nur tauchen da plötzlich Namen auf, die man früher nicht auf der Liste hatte.
Die USA lassen sich gerade von ihren Vasallen aus dem Schlamassel ziehen und beanspruchen die Weltherrschaft für sich und von Europa ist weit und breit nichts zu sehen. Dort gibt es viele unwichtige Stammesfürsten.
»Der Kampf aber ist eröffnet, auch wenn er nur von wenigen, von China, Russland und Indien vor allem, offen geführt wird. Die Aggressionen der Trump-Administration lassen es auch vielen anderen ratsam erscheinen, auf Abstand zu den USA zu gehen. Die SOZ (Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit) könnte sich in der Tat als – neben anderen – ein Kristallisationspunkt für sie erweisen.«
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden