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Die Finanzierung des Regenwaldschutzes

Von Feierabend-Mitglied Freitag 21.11.2025, 19:43

Die Bundesregierung beteiligt sich an einem neuen internationalen Fonds namens "Tropical Forest Forever Facility" (TFFF), der den Schutz der tropischen Regenwälder fördern soll. Deutschland stellt dafür über einen Zeitraum von zehn Jahren eine Milliarde Euro bereit. Insgesamt unterstützen derzeit rund 53 Länder diesen Fonds,
darunter Brasiliens Regierung, die selbst eine Milliarde US-Dollar zugesagt hat.
Auch Indonesien will eine Milliarde US-Dollar einzahlen.
Norwegen hat angekündigt, über zehn Jahre drei Milliarden US-Dollar beizusteuern.
Frankreich und Portugal haben ebenfalls Zahlungen zugesagt.
Neben diesen großen Beiträgen engagieren sich noch zahlreiche weitere Länder, darunter Kolumbien, Ghana, die Demokratische Republik Kongo, Malaysia sowie Gruppen von kleinen Inselstaaten und lateinamerikanischen Staaten.

Das Prinzip des Fonds ist leistungsbasiert: Länder erhalten bis zu vier Dollar pro Hektar intakten Waldes. Indigene Völker und lokale Gemeinschaften sollen mindestens 20 Prozent der Auszahlungen erhalten. Umgekehrt drohen Strafen bei Entwaldung oder Walddegradierung. Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen wird unter anderem mit Satellitentechnik kontrolliert. Die Leitung des Fonds obliegt einem Exekutivrat aus 18 Ländern, der zu gleichen Teilen aus Tropenwaldländern und Industriestaaten besteht. Die Weltbank fungiert zunächst als Treuhänder zur Verwaltung der Gelder.

Dieser innovative Finanzierungsmechanismus soll nicht nur den Schutz der Regenwälder verbessern, sondern auch einen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten und die lokalen Gemeinschaften stärken. Die Initiative gilt als wichtiger Schritt, um die tropischen Wälder als „grüne Lungen der Erde“ zu erhalten und die Biodiversität zu schützen.

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