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Die Desavouierung des Pazifismus

Von Feierabend.de Mitglied zenoo Dienstag 24.01.2023, 13:48

geht mit der Kriegspropaganda einher, z.B. mit der unsinnigen Behauptung, Hitler sei nicht durch Pazifisten besiegt worden. Dabei ist Hitler demokratisch an die Macht gekommen, unter anderem
mit der Zustimmung des späteren Präsidenten Heuss. Hitler wäre nicht an die Macht gekommen, wenn es mehr Pazifisten oder wenigstens mehr Demokraten gegeben hätte. Auch Florian Harms
führt heute auf t-online den 2. Weltkrieg zu Rechtfertigung des Ukrainekriegs an.
Erstaunlich auch die Wandlung der Grünen von der pazifistischen Friedenspartei zu Kriegspropagandisten. Um Leben in der Ukraine zu retten braucht es Panzer und Luftabwehrsysteme meint z.B. die Theologin Göring Eckart. Die zweihundertfünfzigtausend Toten des unsinnigen Krieges zwecks Beitritt zu EU und Nato werden vergessen. .
Haben Pazifisten eigentlich schon irgend etwas erreicht? Es gibt so etwas wie Friedensforschung und einen Friedensnobelpreis, der allerdings auch schon mal an kriegführende Präsidenten verliehen wurde. Die Tschechoslowakei setzte 1968 mit dem Prager Frühling ein Zeichen und verzichtete bei
beim Einmarsch auf militärische Gewalt. Zwanzig Jahre später war die Tschechoslowakei trotzdem frei. 1992 beschloss die Bundesversammlung der Tschechoslowakei ihre Auflösung in die Staaten Tschechien und Slowakei. Und das ohne Krieg und ohne Volksbefragung. Allerdings gab es keine Dritten, die aus macht- oder sicherheitspolitischen Interessen sich einmischten.

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