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Der "vergessene" Jahrestag

Von Harvey11 Mittwoch 11.12.2024, 10:48

Abgesehen davon, dass gestern und heute Medien in Hessen an Heinz Schenk erinnern, der heute 100 Jahre alt geworden wäre, ist ein anderer Tag übergangen worden.
Am 2. Dezember 1914, also vor 110 Jahren, stimmte der Karl Liebknecht als einziger Abgeordnete des Deutschen Reichstags gegen die Kriegskredite.
Er bekam damals viel Zustimmung, auch von SPD-Organisationen. Aber er war in seiner Partei in der Minderheit. In heutiger Zeitungssprache war er ein „Zarenversteher“, also ein „Landesverräter“. Auch seine 13 Genossen in der SPD-Fraktion ließen ihn im Stich.
In der SPD wird heute darüber geschwiegen. Und das, obwohl Karl Liebknecht dadurch international bekannt und gewürdigt wurde.
1915 wollten kriegsbegeisterte Sozialdemokraten sogar, Karl Liebknecht aus der Fraktion auszuschließen.
Heute findet sich in der SPD kein Karl Liebknecht mehr. Eher solche Genossen wie Gustav Noske, der am 15. Januar 1919 die Ermordung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs angewiesen hat und Boris Pistorius. Der Krieg 1999, der erste Angriffskrieg in Europa seit 1945 war da nur logisch. Wenn ich mir die Stimmung im Land ansehe, vermisse ich Menschen wie Karl Liebknecht.

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