»Friedensplan« des US-Präsidenten für den Gazastreifen steht trotz pompöser Vorstellung auf wackligen Füßen
»Donald Trumps Idee, die Kontrolle über den Gazastreifen zu übernehmen und ihn zu einer Luxus-Riviera des Nahen Ostens umzugestalten, wird vorläufig nicht umgesetzt. Ein oder zwei Millionen Bewohner, die der US-Präsident eigentlich in »schöne Gebiete« wie Somalia, Syrien, Sudan, Libyen und Marokko »umsiedeln« wollte, dürfen in die Ruinen zurückkehren, bis die israelischen Streitkräfte den unterbrochenen Krieg wiederaufnehmen. Der exzentrische Milliardär hatte der Welt seine »Vision« am 4. Februar auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Israels Premier Benjamin Netanjahu vorgestellt. Aber jetzt gilt seit ein paar Wochen der »Trump-Friedensplan« 2.0: »Große Eintracht und dauerhafte Harmonie« haben die gesamte Region erfasst, »Frieden in alle Ewigkeit« scheint, »so Gott will«, greifbar nahe, eine »historische Morgenröte« leuchtet »das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens« ein, das ein »Zeitalter des Glaubens, der Hoffnung und Gottes« sein wird.
Das sind Zitate aus der Rede, mit der sich Trump am Montag dieser Woche an die Abgeordneten des israelischen Parlaments, an »alle Nationen der arabischen und muslimischen Welt« und zugleich an die Menschen des ganzen Erdballs wandte. Dass der US-Präsident die Ansprache damit begann, seine »Dankbarkeit gegenüber einem Mann von außergewöhnlichem Mut und Patriotismus auszudrücken, dessen Partnerschaft soviel dazu beigetragen hat, diesen denkwürdigen Tag zu ermöglichen«, kennzeichnet die Intention des Auftritts. Insgesamt dreizehnmal, sogar noch öfter als seinen Schwiegersohn Jared Kushner, sprach Trump in seiner Rede den israelischen Regierungschef, den er vertraulich »Bibi« nannte, direkt an. Mal Lob spendend, mal Zustimmung heischend, mal gutmütig mahnend: »You’re not at war any more« (Du bist nicht mehr im Krieg) und »You can’t beat the world … Ultimately the world wins« (Du kannst die Welt nicht schlagen … Am Ende siegt die Welt)....«
Was soll man von diesem Frieden halten?
Sicher ist nur, dass bei Trump nichts sicher ist und Netanjahu aus politischen wie privaten Gründen keinen Frieden brauchen kann.
Gewöhnen wir uns langsam daran, dass in Gaza und der Ukraine noch lange geschossen wird. Denn daran besteht Interesse.
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»Friedensplan« des US-Präsidenten für den Gazastreifen steht trotz pompöser Vorstellung auf wackligen Füßen
»Donald Trumps Idee, die Kontrolle über den Gazastreifen zu übernehmen und ihn zu einer Luxus-Riviera des Nahen Ostens umzugestalten, wird vorläufig nicht umgesetzt. Ein oder zwei Millionen Bewohner, die der US-Präsident eigentlich in »schöne Gebiete« wie Somalia, Syrien, Sudan, Libyen und Marokko »umsiedeln« wollte, dürfen in die Ruinen zurückkehren, bis die israelischen Streitkräfte den unterbrochenen Krieg wiederaufnehmen. Der exzentrische Milliardär hatte der Welt seine »Vision« am 4. Februar auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Israels Premier Benjamin Netanjahu vorgestellt. Aber jetzt gilt seit ein paar Wochen der »Trump-Friedensplan« 2.0: »Große Eintracht und dauerhafte Harmonie« haben die gesamte Region erfasst, »Frieden in alle Ewigkeit« scheint, »so Gott will«, greifbar nahe, eine »historische Morgenröte« leuchtet »das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens« ein, das ein »Zeitalter des Glaubens, der Hoffnung und Gottes« sein wird.
Das sind Zitate aus der Rede, mit der sich Trump am Montag dieser Woche an die Abgeordneten des israelischen Parlaments, an »alle Nationen der arabischen und muslimischen Welt« und zugleich an die Menschen des ganzen Erdballs wandte. Dass der US-Präsident die Ansprache damit begann, seine »Dankbarkeit gegenüber einem Mann von außergewöhnlichem Mut und Patriotismus auszudrücken, dessen Partnerschaft soviel dazu beigetragen hat, diesen denkwürdigen Tag zu ermöglichen«, kennzeichnet die Intention des Auftritts. Insgesamt dreizehnmal, sogar noch öfter als seinen Schwiegersohn Jared Kushner, sprach Trump in seiner Rede den israelischen Regierungschef, den er vertraulich »Bibi« nannte, direkt an. Mal Lob spendend, mal Zustimmung heischend, mal gutmütig mahnend: »You’re not at war any more« (Du bist nicht mehr im Krieg) und »You can’t beat the world … Ultimately the world wins« (Du kannst die Welt nicht schlagen … Am Ende siegt die Welt)....«
Was soll man von diesem Frieden halten?
Sicher ist nur, dass bei Trump nichts sicher ist und Netanjahu aus politischen wie privaten Gründen keinen Frieden brauchen kann.
Gewöhnen wir uns langsam daran, dass in Gaza und der Ukraine noch lange geschossen wird. Denn daran besteht Interesse.
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