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Der Rückzug von westlichen Firmen aus Russland

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 29.03.2023, 10:01

wird immer schwerer, wenn nicht gar unmöglich, wenn man nicht die Kriegskasse von Putin füllen möchte. Ein neuer Beschluss wurde für diesen Fall gefasst:

"nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine haben sich mehr als 1000 westliche Firmen aus Russland zurückgezogen. Doch noch immer sind dort zahlreiche Unternehmen vertreten. Für diese dürfte es immer schwerer werden, doch noch den Rückzug anzutreten, wie die „Financial Times“ berichtet.

Demnach werden westliche Unternehmen, die Russland verlassen und ihre Vermögenswerte in dem Land verkaufen wollen, nun zu einer direkten Geldzahlung an den Staat verpflichtet. Die Entscheidung dazu sei gestern veröffentlicht worden, schreibt die Zeitung. Das aber ist für die Firmen ein heikles Unterfangen, denn es könnte sie dem Vorwurf aussetzen, durch solche Zahlungen Russlands Kriegskasse zu füllen.

Bisher war es dem Bericht nach möglich, entweder eine freiwillige „Spende“ von zehn Prozent des Verkaufswertes an Russland zu zahlen oder die Konsequenz einzugehen, womöglich erst Jahre später den Verkaufserlös zu erhalten. Da viele Unternehmen das Land schnell verlassen wollten, hätten sie sich schon damals dazu entschieden, zu zahlen. Jetzt haben sie laut „Financial Times“ auch keine andere Option mehr.

Die Entscheidung, so heißt es in dem Bericht weiter, beträfe Hunderte westliche Unternehmen, die ihren Rückzug zwar angekündigt, aber noch nicht abgeschlossen hatten.

Es sind übrigens nicht die einzigen Bedingungen für einen Ausstieg, wie die „Financial Times“ schreibt. Auch hohe Abschläge auf den Unternehmenswert müssten mitunter akzeptiert werden. Noch anders ist es VW passiert: Das gesamte Vermögen des Unternehmens in Russland wurde kürzlich eingefroren. Ein Fertigungspartner hatte die Wolfsburger nach ihrem Rückzug aus Russland vor einem russischen Gericht auf knapp 200 Millionen Euro Schadenersatz verklagt."

Quelle Tagesspiegel

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