Betriebsrätebefragung der IG Metall: Industriefirmen wandern ab – Beschäftigte bangen um Jobs
»Die Industrie steckt fest, fest in der Krise. Keine Erholung, hohe Energiepreise, strategielose Unternehmen, planlose Politiker. Betriebsräte der IG Metall (IGM) zeichnen ein düsteres Bild der Industrielandschaft Deutschlands. Das geht aus der IGM-Befragung der Belegschaftsvertreter aus der Metall- und Elektrobranche hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde.
Bildlich versucht sich gleichfalls Christiane Benner, erste Vorsitzende der IG Metall: »Die Industrie bewegt sich aktuell wie auf Kleister Richtung Besserung.« Und: Die Unternehmen müssten raus aus dem Jammertal – und umsetzen.
Zum Zahlenwerk im Telegrammstil: Konjunkturaussichten? Nur 45 Prozent der Betriebe sehen Licht, 47 Prozent hingegen Finsternis. Kurzarbeit? In jedem fünften Betrieb. Maschinenbau, Stahlindustrie: besonders gebeutelt. Kosten für Energieträger unterminieren ferner deren Wettbewerbsfähigkeit. Aber auch in der Metallerzeugung und im Fahrzeugbau klagen Betriebsräte über Preissprünge. Hinzu kommt die US-Zollpolitik: Rund ein Fünftel der Unternehmen denkt an Abwanderung, die Produktion in die USA zu verlagern – acht Prozent planen das konkret. Mindestens.......«
Auch das rote Kampforgan "Handelsblatt" titelte in großen Lettern: »Flucht aus Deutschland.«
Mit kleinstem Einsatz den größtmöglichen Ertrag erzielen ist im Kapitalismus üblich. Aber dann muss man damit rechnen, dass es immer Länder geben wird, die noch günstigere Standortbedingungen anbieten.
Dazu die äußerst klugen Wirtschaftskriege gegen Staaten, von denen man sich wegen günstigeren Angeboten abhängig gemacht hat, dann macht es plötzlich buff.
Die Sowjetunion und dann auch Russland haben auch im Kalten Krieg alle Verträge erfüllt.
Bis sich der Warschauer Pakt aufgelöst hat und die NATO ihre große Chance sah, den Russen noch näher auf den Pelz zu rücken. Sofort schwärmten die Vertreter in die ehemaligen Pakt-Staaten und warnten die vor der drohenden Gefahr.
Diese globalisierte Welt verträgt das nicht mehr.
Wer von unseren "Freunden und Verbündeten" wird unseren Niedergang groß bedauern? Wir haben uns sehr unbeliebt gemacht.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
Betriebsrätebefragung der IG Metall: Industriefirmen wandern ab – Beschäftigte bangen um Jobs
»Die Industrie steckt fest, fest in der Krise. Keine Erholung, hohe Energiepreise, strategielose Unternehmen, planlose Politiker. Betriebsräte der IG Metall (IGM) zeichnen ein düsteres Bild der Industrielandschaft Deutschlands. Das geht aus der IGM-Befragung der Belegschaftsvertreter aus der Metall- und Elektrobranche hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde.
Bildlich versucht sich gleichfalls Christiane Benner, erste Vorsitzende der IG Metall: »Die Industrie bewegt sich aktuell wie auf Kleister Richtung Besserung.« Und: Die Unternehmen müssten raus aus dem Jammertal – und umsetzen.
Zum Zahlenwerk im Telegrammstil: Konjunkturaussichten? Nur 45 Prozent der Betriebe sehen Licht, 47 Prozent hingegen Finsternis. Kurzarbeit? In jedem fünften Betrieb. Maschinenbau, Stahlindustrie: besonders gebeutelt. Kosten für Energieträger unterminieren ferner deren Wettbewerbsfähigkeit. Aber auch in der Metallerzeugung und im Fahrzeugbau klagen Betriebsräte über Preissprünge. Hinzu kommt die US-Zollpolitik: Rund ein Fünftel der Unternehmen denkt an Abwanderung, die Produktion in die USA zu verlagern – acht Prozent planen das konkret. Mindestens.......«
Auch das rote Kampforgan "Handelsblatt" titelte in großen Lettern: »Flucht aus Deutschland.«
Mit kleinstem Einsatz den größtmöglichen Ertrag erzielen ist im Kapitalismus üblich. Aber dann muss man damit rechnen, dass es immer Länder geben wird, die noch günstigere Standortbedingungen anbieten.
Dazu die äußerst klugen Wirtschaftskriege gegen Staaten, von denen man sich wegen günstigeren Angeboten abhängig gemacht hat, dann macht es plötzlich buff.
Die Sowjetunion und dann auch Russland haben auch im Kalten Krieg alle Verträge erfüllt.
Bis sich der Warschauer Pakt aufgelöst hat und die NATO ihre große Chance sah, den Russen noch näher auf den Pelz zu rücken. Sofort schwärmten die Vertreter in die ehemaligen Pakt-Staaten und warnten die vor der drohenden Gefahr.
Diese globalisierte Welt verträgt das nicht mehr.
Wer von unseren "Freunden und Verbündeten" wird unseren Niedergang groß bedauern? Wir haben uns sehr unbeliebt gemacht.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden