Der Monat Merz, mit so viel Aufregung begonnen, hat manche Mauler leiser werden lassen. Langsam freunden sich die Deutschen mit ihrem Kanzler an, jedenfalls fremdeln sie etwas weniger. Und der Spott über den 69-jährigen Kanzler-Azubi ist verstummt. Zu einem wesentlichen Teil liegt das an Merz‘ gelungenem außenpolitischen Debüt und dem klugen, vorsichtigen, aber nicht unterwürfigen Auftritt bei Donald Trump. Die Souveränität, mit der Merz Deutschland vertrat (und Trump trotzdem in dessen historischen Exkursen korrigierte), hat viele überrascht: Ach, kann er’s vielleicht doch besser als so manche Sofa-Experten weissagten?
Ein erster Monat, das ist dennoch zu kurz für ein seriöses Urteil über diese Regierung Merz. Zumal jetzt in rascher Folge Fallstricke ausliegen. Außenpolitisch droht konkret eine neue russische Großoffensive gegen die Ukraine, der Verlauf von Nato- und G7-Gipfeln im Juni ist mit Gast Trump kaum vorherzusagen, auch der Zollstreit ist ja ungelöst; und gegenüber Israel wird die deutsche Regierung immer klarere Worte finden müssen.
In der Innenpolitik dürfte für Merz, der juristische Ärger um die Grenz-Abweisungen heikel werden. Da hat längst ein Wettlauf gegen die Uhr begonnen: Schlagen weitere Einzel-Urteile Dobrindts im Ziel berechtigten Kurs kurz und klein, oder reißt erstmal in diesem jungen Bündnis der Geduldsfaden der SPD? All das, bevor oder nach dem die Deutschen beginnen, der Regierung den ernsten Willen zur Migrationswende zu glauben?
Vor allem hat die Regierung noch auf keinem Feld damit begonnen, notwendige unangenehme Entscheidungen zu treffen. Beispiel Soziales oder Wehrpflicht. Bei allem Respekt für Merz‘ international guten Start: Das kann so nicht bleiben.
…………………
Das ist heute ein Kommentar der Gießener Allgemeine. Eine Zeitung, die über die Klassifizierung „CDU-nah“ nicht beleidigt wäre.
Zuerst Lob für Merz, weil er sich von Trump nicht einstampfen ließ. Aber sonst wurde ja nicht viel darüber ausgeplaudert. Aber bald bekommt der Präsident ja seine große Bühne. Da könnten wir mehr erfahren.
Und die Fallstricke? Da müssen jemanden Schmerzen bereitet werden. Und zwar den Wählern, nicht den Spendern. Wird darum im Kommentar die SPD erwähnt? Soll die sich an ihre "staatsmännische Pflicht" erinnert werden und vergessen, woher sie eigentlich kommt? Wenn deren Umfragewerte sinken, was dann? Betätigt sie dann sie Spülung?
Bei allem Respekt für Merz‘ international guten Start: Das kann so nicht bleiben. Hm, also SPD – Augen zu und durch.
Oder wie?
Der Monat Merz, mit so viel Aufregung begonnen, hat manche Mauler leiser werden lassen. Langsam freunden sich die Deutschen mit ihrem Kanzler an, jedenfalls fremdeln sie etwas weniger. Und der Spott über den 69-jährigen Kanzler-Azubi ist verstummt. Zu einem wesentlichen Teil liegt das an Merz‘ gelungenem außenpolitischen Debüt und dem klugen, vorsichtigen, aber nicht unterwürfigen Auftritt bei Donald Trump. Die Souveränität, mit der Merz Deutschland vertrat (und Trump trotzdem in dessen historischen Exkursen korrigierte), hat viele überrascht: Ach, kann er’s vielleicht doch besser als so manche Sofa-Experten weissagten?
Ein erster Monat, das ist dennoch zu kurz für ein seriöses Urteil über diese Regierung Merz. Zumal jetzt in rascher Folge Fallstricke ausliegen. Außenpolitisch droht konkret eine neue russische Großoffensive gegen die Ukraine, der Verlauf von Nato- und G7-Gipfeln im Juni ist mit Gast Trump kaum vorherzusagen, auch der Zollstreit ist ja ungelöst; und gegenüber Israel wird die deutsche Regierung immer klarere Worte finden müssen.
In der Innenpolitik dürfte für Merz, der juristische Ärger um die Grenz-Abweisungen heikel werden. Da hat längst ein Wettlauf gegen die Uhr begonnen: Schlagen weitere Einzel-Urteile Dobrindts im Ziel berechtigten Kurs kurz und klein, oder reißt erstmal in diesem jungen Bündnis der Geduldsfaden der SPD? All das, bevor oder nach dem die Deutschen beginnen, der Regierung den ernsten Willen zur Migrationswende zu glauben?
Vor allem hat die Regierung noch auf keinem Feld damit begonnen, notwendige unangenehme Entscheidungen zu treffen. Beispiel Soziales oder Wehrpflicht. Bei allem Respekt für Merz‘ international guten Start: Das kann so nicht bleiben.
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Das ist heute ein Kommentar der Gießener Allgemeine. Eine Zeitung, die über die Klassifizierung „CDU-nah“ nicht beleidigt wäre.
Zuerst Lob für Merz, weil er sich von Trump nicht einstampfen ließ. Aber sonst wurde ja nicht viel darüber ausgeplaudert. Aber bald bekommt der Präsident ja seine große Bühne. Da könnten wir mehr erfahren.
Und die Fallstricke? Da müssen jemanden Schmerzen bereitet werden. Und zwar den Wählern, nicht den Spendern. Wird darum im Kommentar die SPD erwähnt? Soll die sich an ihre "staatsmännische Pflicht" erinnert werden und vergessen, woher sie eigentlich kommt? Wenn deren Umfragewerte sinken, was dann? Betätigt sie dann sie Spülung?
Bei allem Respekt für Merz‘ international guten Start: Das kann so nicht bleiben. Hm, also SPD – Augen zu und durch.
Oder wie?