Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

2 3

Den Abstieg verwalten Wahl in Baden-Württemberg

Von Harvey11 Montag 09.03.2026, 10:43 – geändert Montag 09.03.2026, 11:17

»Baden-Württemberg gehört zu den wirtschaftsstärksten Regionen der Welt. Die Landespolitik war nach 1945 in einer Art und Weise in die Strategien von Großkonzernen und Weltmarktführern kleineren Formats eingebunden wie einst vielleicht das preußische Rheinland in die seiner Ruhrbarone. Erste Pflicht der Stuttgarter Regionalregierung sind Geräuschlosigkeit und Stabilität. Das brachte 60 Jahre CDU-Herrschaft und nun mindestens 20 Jahre Bündnis 90/Die Grünen. Wissen, wo Daimler, Porsche, Bosch oder Würth den Most holen, ist Voraussetzung für die Zulassung zur Staatskanzlei. Cem Özdemir und Manuel Hagel haben das Zertifikat.

Denn die Spuren schrecken: Als der unfähig-poltrige Ministerpräsident Stefan Mappus die Demonstrationen gegen »Stuttgart 21« – ein Vorhaben für Immobilienspekulanten und durchgeknallte Chefs der privatisierten Bahn – 2010 von der Polizei zusammenknüppeln ließ und international exportgefährdende Negativschlagzeilen produzierte, wurde er abgewählt. Die Weltkonzerne und ihr industrielles Umfeld haben in Baden-Württemberg eine Massenbasis. Der seit Jahrzehnten als linker Antikommunist bewährte Winfried Kretschmann hatte kein anderes politisches Profil als Mappus, nur einen einschläfernden Stil. Noch ähnlicher sind sich Cem Özdemir und Manuel Hagel. Die Aufholjagd des Grünen, der im Oktober 2025 noch 14 Prozentpunkte hinter Hagel lag, erscheint in der Rückschau allerdings nicht erstaunlich: Der CDU-Kandidat aus der Riege uniformer Unsympathen der Jungen Union hatte offenbar keine Hausmacht in der eigenen Partei. Hagels Niederlage ist vor allem die bisher kräftigste Ohrfeige für Friedrich Merz........«


Externer Inhalt

Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von jungewelt.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.


einverstanden



Ein schlechter Anfang des Wahljahr 2026 für den Kanzler.
Und was wird in Mainz? In der letzten Umfrage lag die CDU dort ein Prozent vor der SPD. Aber dort hat schon einmal ein Glöcklein voreilig geläutet und ist von den Wählern zum Schweigen gebracht worden.
Wie viele Kerzen hat Merz bereits angezündet, dass ihm der Allmächtige dort einen Sieg bescheren möge? Immerhin sei er doch Chef einer christlichen Partei, auch wenn man davon weit und breit nichts erkennen kann. Ein paar gibt es aber schon, die die Segnungen des Kapitalismus genießen können.
Aber im Süden wurde ja schon gewählt. Was passiert jetzt dort
? Wie tief sitzt in der CDU dieser Stachel? Der Grüne Kretschmann war ja ein grüner CDU'ler.
Kann den Özdemir auch spielen? Von den Bundesgrünen hat er sich ja abgenabelt. Von der AfD wird er keine Hilfe erwarten können. Die wird die CDU munitionieren und anfeuern. Und das bei leeren Kassen.
Özdemir wird, wenn er eine Mehrheit bekommt, kein leichtes Amt antreten.

Kommentieren
Mitglieder > Veranstaltungen > Den Abstieg verwalten Wahl in Baden-Württemberg