Die Schwachstelle ist die Gesundheitskarte. Auf ihr sind zwei Identifikationsnummern gespeichert. Nur eine davon ist sicher, erklärt Kastl - für die ePA werde allerdings die unsichere genutzt: "Ich kann zum Beispiel mit einer Zufallszahl nachweisen, dass ich auch tatsächlich diese Karte bin. Das läuft über kryptografische Operationen. Was wir selbst nicht verstehen, ist, warum man dann für die Zugriffskontrolle der elektronischen Patientenakte das einfachere Verfahren benutzt hat. Was nur sagt: Hier ist meine Nummer."
Schon vor einigen Jahren haben IT-Sicherheitsexperten, unter anderem Tschirsich vom Chaos Computer Club, noch ein Problem mit den Gesundheitskarten festgestellt: Man muss sie nicht mal fälschen, um an eine fremde digitale Patientenakte heranzukommen. Sondern man kann sie ganz legal bei der Krankenkasse bestellen.
Dafür braucht man nur drei Daten über die Person: Name, Geburtsdatum und die Krankenversicherungsnummer, erklärt Kastl im Podcast. Die Versicherungsnummer liege beispielsweise bei den Arbeitgebern vor. "Wenn ich diese Informationen habe, rufe ich bei einer Krankenkasse an und sage, ich hätte gerne eine neue Karte - und das funktioniert seit ein paar Jahren immer wieder."
In der digitalen Patientenakte sind sensible und sehr persönliche Daten gespeichert. Von manchen möchte man vielleicht nicht, dass andere Menschen sie ansehen. Der Ex-Partner zum Beispiel, Kriminelle oder Geheimdienste. Doch genau das wird nicht verhindert, kritisieren die Datenschützer.
Abwegig ist das nicht: In den USA sind Hacker Anfang 2024 durch eine Sicherheitslücke an Krankendaten von 100 Millionen Menschen gekommen. In Großbritannien haben russische Hacker Mitte 2024 Millionen Gesundheitsdaten gestohlen. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Cyberangriffe auf Krankenhäuser oder andere kritische Infrastrukturen. Die Hacker fordern Lösegeld, das die Kliniken oft bereitwillig bezahlen.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von n-tv.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
Vielen Dank aber auch.
Die Schwachstelle ist die Gesundheitskarte. Auf ihr sind zwei Identifikationsnummern gespeichert. Nur eine davon ist sicher, erklärt Kastl - für die ePA werde allerdings die unsichere genutzt: "Ich kann zum Beispiel mit einer Zufallszahl nachweisen, dass ich auch tatsächlich diese Karte bin. Das läuft über kryptografische Operationen. Was wir selbst nicht verstehen, ist, warum man dann für die Zugriffskontrolle der elektronischen Patientenakte das einfachere Verfahren benutzt hat. Was nur sagt: Hier ist meine Nummer."
Schon vor einigen Jahren haben IT-Sicherheitsexperten, unter anderem Tschirsich vom Chaos Computer Club, noch ein Problem mit den Gesundheitskarten festgestellt: Man muss sie nicht mal fälschen, um an eine fremde digitale Patientenakte heranzukommen. Sondern man kann sie ganz legal bei der Krankenkasse bestellen.
Dafür braucht man nur drei Daten über die Person: Name, Geburtsdatum und die Krankenversicherungsnummer, erklärt Kastl im Podcast. Die Versicherungsnummer liege beispielsweise bei den Arbeitgebern vor. "Wenn ich diese Informationen habe, rufe ich bei einer Krankenkasse an und sage, ich hätte gerne eine neue Karte - und das funktioniert seit ein paar Jahren immer wieder."
In der digitalen Patientenakte sind sensible und sehr persönliche Daten gespeichert. Von manchen möchte man vielleicht nicht, dass andere Menschen sie ansehen. Der Ex-Partner zum Beispiel, Kriminelle oder Geheimdienste. Doch genau das wird nicht verhindert, kritisieren die Datenschützer.
Abwegig ist das nicht: In den USA sind Hacker Anfang 2024 durch eine Sicherheitslücke an Krankendaten von 100 Millionen Menschen gekommen. In Großbritannien haben russische Hacker Mitte 2024 Millionen Gesundheitsdaten gestohlen. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Cyberangriffe auf Krankenhäuser oder andere kritische Infrastrukturen. Die Hacker fordern Lösegeld, das die Kliniken oft bereitwillig bezahlen.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt wird nicht von Feierabend.de bereitgestellt. Du kannst ihn nur lesen, wenn Du zustimmst, dass er von n-tv.de nachgeladen wird. Bist Du einverstanden, dass externe Inhalte nachgeladen werden? Mehr dazu erfährst Du in unseren Datenschutzbestimmungen.
einverstanden