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Das naive Erschrecken der Ignoranten

Von Feierabend-Mitglied Mittwoch 27.09.2023, 19:46

Mit Interesse habe ich die Medienberichte gelesen, treiben mich doch seit Tagen die Ergebnisse der Studie "Die distanzierte Mitte" der Friedrich-Ebert-Stiftung um.
Ich habe an dieser Befragung teilgenommen und hatte in deren Verlauf und erst recht hinterher ein ungutes Gefühl, zumal sofort auffiel, dass durch die Wahl von plakativen Aussagen, die man gut finden oder ablehnen konnte, Meinungen aus der rechten Ecke geradezu hervorgelockt werden sollten.
Ich finde nicht, dass "mit soziologisch fein ziselierten Fragen und Gegenchecks" gearbeitet wurde, sondern Sätze wie "Die regierenden Parteien betrügen das Volk" den Stammtisch Bedienenden und Abgehängten, Unzufriedenen, Politikfernen schnell eine Zustimmung entlockt werden sollte, ohne dass diese ahnen, dass sie damit ein erschreckendes Nichtwissen über die Funktionsweise der Demokratie offenbaren.
Viele Aussagen konnten nicht per Zustimmung oder Ablehnung abgehandelt werden. Kurzum, die Methodik hat mir nicht gefallen, und ich werde an solchen Befragungen nicht mehr teilnehmen.
Leider ändert meine Kritik nichts am Vorhandensein und Anwachsen rechtsextremer Einstellungen. Die Studie hat keine neuen differenzierteren Erkenntnisse ergeben, nichts anderes als rechtsextreme Ansichten wurden abgefragt.

Wirklich Rechtsextreme fühlen sich bestätigt und ermutigt...

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