Später und teurer: Erhebliche Probleme bei Beschaffung neuer Fregatten
Die bis zu zehn Milliarden Euro teure Beschaffung neuer Fregatten für die Marine wird sich verzögern. »Der Auftragnehmer, die Damen Schelde Naval Shipbuilding B.V., hat eine verspätete Ablieferung der Schiffe aufgrund von Problemen mit IT-Schnittstellen bei der firmeneigenen Konstruktions- und Fertigungssoftware angezeigt«, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin am Donnerstag gegenüber dpa. Das erste von sechs geplanten Schiffen sollte unter Führung der niederländischen Werft eigentlich 2028 an die Marine übergeben werden. Im Dezember 2023 war mit dem Bau der ersten Fregatte begonnen worden. Die Kriegsschiffe sollen im weltweiten Einsatz zu einer »dreidimensionalen Seekriegführung« befähigt sein. Das heißt, sie können Ziele unter Wasser, auf dem Wasser und in der Luft bekämpfen.
Die Wirtschaftswoche berichtet auch über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten als Folge der Verzögerung bei dem Projekt; die Regierungen der Niederlande und Deutschlands stünden vor einer Nachverhandlung des Vertrags. In dem Bericht heißt es, das Fregatten-Projekt stehe sonst vor dem »Aus«.
Bei öffentlichen Aufträgen ist oft zu beobachten, dass es zu unerklärlichen Verzögerungen und Kostensteigerungen kommt. Jeder will eben so viel wie möglich vom Kuchen haben. Dann ist es sinnvoll, diesen etwas zu vergrößern.
Denn ein Projekt, in das man schon viel Geld gesteckt hat, kann man nicht sterben lassen.
So ist das. Außerdem ist es auch durchaus übliche Praxis, mit niedrigeren Kosten zu arbeiten, damit zuständige Gremien ihre Zustimmung dazu geben.
Da herrscht schon eine gewisse augenzwinkernde Einigkeit zwischen den Partnern. Und Partner sind die oft tatsächlich.
Problemen mit IT-Schnittstellen bei der firmeneigenen Konstruktions- und Fertigungssoftware, das klingt nun wirklich lächerlich. Das erinnert mich an den Beginn der EDV. Jeder Mist, denn man gemacht hat, wurde als Computerfehler bezeichnet.
Schön, dass die Bürger, die für die Kosten bürgen, so geduldig sind. Denn was erzählt man denen immer: der Russe steht vor der Tür.
Vermutlich auch nur ein Computerfehler.
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Später und teurer: Erhebliche Probleme bei Beschaffung neuer Fregatten
Die bis zu zehn Milliarden Euro teure Beschaffung neuer Fregatten für die Marine wird sich verzögern. »Der Auftragnehmer, die Damen Schelde Naval Shipbuilding B.V., hat eine verspätete Ablieferung der Schiffe aufgrund von Problemen mit IT-Schnittstellen bei der firmeneigenen Konstruktions- und Fertigungssoftware angezeigt«, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin am Donnerstag gegenüber dpa. Das erste von sechs geplanten Schiffen sollte unter Führung der niederländischen Werft eigentlich 2028 an die Marine übergeben werden. Im Dezember 2023 war mit dem Bau der ersten Fregatte begonnen worden. Die Kriegsschiffe sollen im weltweiten Einsatz zu einer »dreidimensionalen Seekriegführung« befähigt sein. Das heißt, sie können Ziele unter Wasser, auf dem Wasser und in der Luft bekämpfen.
Die Wirtschaftswoche berichtet auch über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten als Folge der Verzögerung bei dem Projekt; die Regierungen der Niederlande und Deutschlands stünden vor einer Nachverhandlung des Vertrags. In dem Bericht heißt es, das Fregatten-Projekt stehe sonst vor dem »Aus«.
Bei öffentlichen Aufträgen ist oft zu beobachten, dass es zu unerklärlichen Verzögerungen und Kostensteigerungen kommt. Jeder will eben so viel wie möglich vom Kuchen haben. Dann ist es sinnvoll, diesen etwas zu vergrößern.
Denn ein Projekt, in das man schon viel Geld gesteckt hat, kann man nicht sterben lassen.
So ist das. Außerdem ist es auch durchaus übliche Praxis, mit niedrigeren Kosten zu arbeiten, damit zuständige Gremien ihre Zustimmung dazu geben.
Da herrscht schon eine gewisse augenzwinkernde Einigkeit zwischen den Partnern. Und Partner sind die oft tatsächlich.
Problemen mit IT-Schnittstellen bei der firmeneigenen Konstruktions- und Fertigungssoftware, das klingt nun wirklich lächerlich. Das erinnert mich an den Beginn der EDV. Jeder Mist, denn man gemacht hat, wurde als Computerfehler bezeichnet.
Schön, dass die Bürger, die für die Kosten bürgen, so geduldig sind. Denn was erzählt man denen immer: der Russe steht vor der Tür.
Vermutlich auch nur ein Computerfehler.
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